Polizei sucht neuen Verdächtigen

23. August 2015, 16:01
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Möglicherweise zwei Bombenanschläge gleichzeitig geplant

Bangkok – In der thailändischen Hauptstadt Bangkok waren vor einer Woche nach Polizeierkenntnissen möglicherweise zwei Bombenanschläge gleichzeitig geplant. Ein neu aufgetauchtes Video zeigt einen verdächtig agierenden Mann Minuten nach der ersten Explosion in der belebten Innenstadt an einem anderen von Touristen stark frequentierten Ort ein paar Kilometer weiter.

Der Mann mit einem blauen T-Shirt stößt dort an einem Schiffsanleger eine schwere Tasche in einen Fluss. Genau an der Stelle detonierte 18 Stunden ein Sprengsatz, ohne größeren Schaden anzurichten.

Sollte dort ebenfalls ein Anschlag verübt werden? Entledigte sich der Mann des Sprengsatzes, weil etwas schief gegangen war? Kann ein Sprengsatz nach 18 Stunden im Wasser detonieren? Diesen Fragen werde nachgegangen, sagte ein Polizeisprecher am Wochenende.

Bei dem schweren Anschlag waren am Montagabend im belebtesten Viertel der Stadt 20 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 120 teils schwer verletzt worden. Mehreren wurden Gliedmaßen abgerissen. 14 der Toten und zahlreiche Verletzte waren Ausländer.

Ein bisschen Glück

Eine Woche danach tappen die Sicherheitskräfte weiter im Dunkeln, was Drahtzieher und Motive angeht. "Wir brauchen vielleicht ein bisschen Glück", sagte Polizeichef Somyot Poompanmoung am Sonntag. Weder der mutmaßliche Bombenleger wurde identifiziert noch gibt es eine Theorie, wer hinter dem Anschlag stecken könnte. Die Regierung vermutet, dass jemand den für das Land so wichtigen Tourismus abwürgen wollte. Wer und warum, sagt sie nicht.

"Wir haben neues Beweismaterial gefunden", verkündete Militärsprecher Winthai Suwaree am Sonntag. Wie die Polizei in den vergangenen Tagen gab er aber keine Einzelheiten preis. Alle Angaben bleiben vage.

Ein Mann im gelben T-Shirt war von einer Überwachungskamera dabei gefilmt worden, als er am Tatort des schweren Anschlags einen Rucksack deponierte. Das neue Video von dem mutmaßlichen zweiten Bombenleger tauchte zuerst in sozialen Medien auf. Es stammt offenbar ebenfalls aus einer Überwachungskamera. Die Polizei untersuche, wer es hochgeladen habe, sagte der Sprecher. (APA/dpa, 23.8.2015)

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