Schweizer Flugshow: Ein Toter bei Kollision zweier Maschinen

23. August 2015, 13:15
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Deutsche Flugzeuge stießen in der Luft zusammen

Basel – Bei einer Flugshow in der Schweiz sind am Sonntag zwei von drei Ultraleichtflugzeugen der deutschen Formation Grasshoppers aus Baden-Württemberg kollidiert. Beide Maschinen stürzten nach dem Vorfall während eines Wendemanövers ab. Einer der Piloten kam laut Polizei ums Leben.

Die Leichtflugzeuge vom Typ Ikarus C42 gingen über dem Flugplatz in Dittingen rund 30 Kilometer südlich von Basel in einen Kurvenflug über, als eine der Maschine die vorausfliegende am Heck streifte.

Unkontrollierter Sturzflug

Die beiden beteiligten Flugzeuge seien sofort in einen unkontrollierten Sturzflug übergegangen, berichteten Augenzeugen der "Basellandschaftlichen Zeitung" (BZ) und weiteren Schweizer Medien. Laut "Blick.ch" war der Zusammenprall so heftig, dass der Propeller der die Kollision auslösenden Maschine weggeflogen sei.

Diese Maschine raste laut Augenzeugen in eine Scheune mitten im Dorf Dittingen. Der 50-jährige Pilot starb durch den Aufprall noch an der Absturzstelle, berichteten Helfer. Trümmerteile bedeckten die Dorfstraße, einen Brand brachte die Feuerwehr rasch unter Kontrolle. "Es ist purer Zufall, dass das Flugzeug nicht in ein bewohntes Haus gecrasht ist", sagte eine Anrainerin zur Schweizer "BZ".

foto: apa/keystone/georgios kefalas

Bei dem anderen Leichtflugzeug löste sich laut Augenzeugen das automatische Rettungssystem aus. Diese Maschine kam mit dem Rettungsfallschirm am Heck im Garten eines Einfamilienhauses in der Umgebung des Flugplatzes herunter – mit zerstörtem Fahrwerk und abgeknicktem Flügel, aber mit relativ intakter Führerkabine.

foto: reuters/kantonspolizei basel landschaft/handout

Die Flugshow wurde unmittelbar nach dem Unglück abgebrochen. Das dritte Flugzeug der deutschen Amateurstaffel kreiste zunächst über der Unglücksstelle und landete dann sicher.

Einen Tag nach Flugshow-Unglück in England

Laut Facebook-Seite der Grasshoppers wurde die Dreierformation mit den zweisitzigen C42-Maschinen im August 2011 gegründet. Bei ihren jeweils etwa zehnminütigen Programmen führe die Staffel, die in Eschbach im Südwesten von Baden-Württemberg beheimatet ist, "die gesamte Bandbreite" der Ultraleicht-Fliegerei vor.

Die Grasshoppers gehörten zu den Programmhöhepunkten der Dittinger Flugtage. Bei den Vorstellungen malen die Ultraleicht-Flugzeuge Figuren an den Himmel. Dabei werden in den Maschinen Smoke-Anlagen eingesetzt, damit die Luftfiguren vom Boden aus besser zu sehen sind. Das Trio hatte bis zur Show in der Schweiz laut eigenen Angaben insgesamt bereits mehr als 50 Stunden im Formationsflug verbracht.

Das Unglück ereignete sich nur einen Tag, nachdem bei einer Flugshow in England vermutlich elf Menschen starben. Dort war ein historischer Militärjet auf eine Straße gestürzt. (APA/dpa, 23.8.2015)

  • Wrackteile auf der Straße durch Dittingen.
    foto: epa/georgios kefalas

    Wrackteile auf der Straße durch Dittingen.

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