Justiz will Wahlkampagne von Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff überprüfen

22. August 2015, 09:55
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Verdacht der illegalen Finanzierung

Sao Paulo – Für Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff wird es immer enger. Der Vize-Präsident der brasilianischen Wahlkommission TSE, Gilmar Mendes, verlangt eine Überprüfung ihrer Wahlkampagne 2014. Es gebe Hinweise, dass diese mit Geldern aus dem Korruptionsskandal rund um den staatlichen Ölkonzern Petrobras finanziert wurde, teilte Mendes am Freitag in einem Schreiben an Staatsanwaltschaft und Polizei mit.

Die seit 17 Monaten laufenden Ermittlungen ließen darauf schließen, dass Rousseffs Arbeiterpartei indirekt mit illegalen Einnahmen von Petrobras finanziert wurde, erklärte Mendes. Bisher gehört Rousseff nicht zu den Politikern, gegen die wegen Bestechung vorgegangen wird. Ihre Arbeiterpartei betont, dass alle Spenden legal und ordentlich registriert wurden. Mendes ist auch Richter beim Obersten Gerichtshof. (APA, Reuters, 22.8.2015

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