770 Kurdenkämpfer bei türkischer Offensive getötet

21. August 2015, 12:58
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Polizei und Armee: 35 Ausländer unter Beschuldigten – Fast 40 mutmaßliche IS-Mitglieder verhaften

Ankara – Einen Monat nach Beginn der Offensive der türkischen Armee gegen die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) sind einem staatlichen Medienbericht zufolge bereits 771 kurdische Rebellen getötet worden. Bei türkischen Luftangriffen auf PKK-Stellungen im Nordirak seien 430 Rebellen getötet worden, weitere seien später ihren Verletzungen erlegen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag.

Auf türkischem Boden seien 260 PKK-Kämpfer getötet worden. Die Angaben konnten zunächst nicht bestätigt werden. Anadolu bezieht sich in der Regel auf Informationen des Militärgeheimdienstes.

Eine seit zwei Jahren geltende Waffenruhe der Türkei mit der in dem Land verbotenen PKK war in der Folge eines blutigen Anschlags der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) am 20. Juli im türkischen Suruc zerbrochen. Kurz darauf startete die türkische Armee eine Doppeloffensive gegen die IS-Miliz sowie die PKK. Bisher richteten sich die Luftangriffe aber überwiegend gegen PKK-Stellungen im Südosten der Türkei und im Nordirak.

Dutzende Festnahmen

Im Kampf gegen die Terrormiliz haben türkische Polizisten und Soldaten nun innerhalb weniger Tage an der Grenze zu Syrien fast 40 mutmaßliche IS-Mitglieder festgenommen. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag meldete, fasste die Polizei im Landkreis Elbeyli in der Grenzprovinz Kilis 14 Ausländer und zwei Türken, die nach Syrien wollten, um sich dem IS anzuschließen.

Zuvor hatten Grenztruppen der Armee ebenfalls in Elbeyli 21 ausländische IS-Mitglieder und einen Türken festgenommen, die aus Syrien über die Grenze in die Türkei kommen wollten. Zur Nationalität der festgenommenen Ausländer wurde nichts mitgeteilt. (APA, 21.8.2015)

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