Android-Smartphones künftig mit weniger Google-Bloatware

21. August 2015, 11:23
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Bestimmte Apps müssen von Herstellern nicht mehr vorinstalliert werden

Google will Android-Smartphones "leichter" machen. Das Unternehmen hat geändert, welche Apps Hersteller von zertifizierten Smartphones und Tablets vorinstallieren müssen. Das berichtet "Android Central" unter Berufung auf informierte Personen bei Google und den Herstellern.

Weniger Standard-Apps

Demnach können Hersteller bei den Apps Google Notizen, Play Bücher, Play Spiele, Play Kiosk und Google+ in Zukunft selbst entscheiden, ob sie auf den Geräten vorinstalliert werden sollen. Auf Samsungs kürzlich vorgestelltem Galaxy Note 5 wurde der Umfang von Googles Standard-Apps bereits reduziert. Nutzer können die Apps selbst aus dem Play Store herunterladen.

Einen Zwang, die Apps zu installieren um Smartphones und Tablets mit Android anbieten zu können, gibt es für Hersteller nicht. Wer aber beispielsweise den Play Store oder Gmail aufspielen möchte, muss sich an die Vorgaben von Google halten und unter anderem die Standard-Apps dazu packen. Oft kommen dann noch mehrere Apps hinzu, die der Hersteller seinerseits vorinstalliert, von Nutzern aber möglicherweise nicht erwünscht sind –sogenannte Bloatware. Ein Deinstallieren ist bei vielen dieser Anwendungen nicht ohne weiteres möglich. Dass Hersteller ihre Geräte weiterhin überladen, kann nicht verhindert werden.

Gleichzeitig könnte Google damit auf Vorwürfe reagieren, das Unternehmen missbrauche seine Position als Marktführer. Die EU-Kommission hat eine kartellrechtliche Untersuchung eingeleitet. (br, 21.8.2015)

  • Android-Smartphones und -Tablets sollen weniger Speck ansammeln.
    foto: apa/epa/google / handout

    Android-Smartphones und -Tablets sollen weniger Speck ansammeln.

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