Großbank Barclays droht Sammelklage in USA

21. August 2015, 08:22
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Die britische Großbank sieht sich heftigen Vorwürfen ausgesetzt: Sie soll am Libor-Zinssatz geschraubt haben, um den Aktienkurs anzuschieben

New York – Der britischen Großbank Barclays droht bei der gerichtlichen Aufarbeitung der Libor-Manipulation eine Sammelklage in den USA. Eine US-Richterin in Manhattan stellte dies in Aussicht. Die Beanstandungen der Barclays-Aktionäre ähnelten sich so stark, dass dies eine Sammelklage rechtfertige. Die Investoren werfen Barclays vor, an dem Libor-Zinssatz geschraubt zu haben, um den Aktienkurs in die Höhe zu treiben.

Sammelklagen machen es in der Regel für die Kläger einfacher, höhere Summen bei niedrigeren Kosten einzunehmen. Ob es letztlich dazu kommt, ist laut der Richterin fraglich. Es sei schwierig, die Schäden für die Anteilseigner nachzuweisen.

Das Finanzinstitut hatte sich als erste Bank wegen der Libor-Manipulationen mit den Behörden in den USA und Großbritannien auf einen Vergleich über 453 Millionen Dollar geeinigt. (Reuters, 21.8.2015)

  • Barclays droht Ungemach aus den USA.
    foto: reuters/toby melville

    Barclays droht Ungemach aus den USA.

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