Italien: Kritik an Ernennung ausländischer Museumsdirektoren

20. August 2015, 16:08
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Auch zwei Österreicher unter neuen Leitern

Rom/Wien – Nach der Ernennung von sieben ausländischen Direktoren für angesehene italienische Museen muss sich Kulturminister Dario Franceschini gegen Kritik verteidigen. "Die Ausländerdebatte zeugt von einem fürchterlichen Provinzialismus", so Franceschini in der Zeitung "La Stampa" (Donnerstag).

"Als Gabriele Finaldi zum neuen Leiter der National Gallery ernannt wurde, hat niemand geschrieben: "Was für ein Horror, ein Italiener in London". Das Kulturministerium hatte diese Woche unter 20 neuen Leitern für Museen und Kultureinrichtungen in Italien sieben Ausländer ernannt, darunter mit Peter Assmann für den Palazzo Ducale in Mantua und Peter Aufreiter für die Galleria Nazionale delle Marche in Urbino auch zwei Österreicher.

Mit dem internationalen Ausschreibungsverfahren soll die oft verstaubte und bürokratische Führung vieler Museen entrümpelt werden. Auch sollen die Museen unabhängiger werden und nicht mehr von Bürokraten des Ministeriums geleitet werden. (APA, 20.8.2015)

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