"Eleftherios Venizelos": 2.500 Flüchtlinge gehen in Piräus von Bord

Ansichtssache20. August 2015, 12:54
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Auf den Ägäisinseln aufgelesene Menschen vor allem aus Syrien betraten das Festland bei Athen

Die griechische Fähre "Eleftherios Venizelos" hat Donnerstagfrüh mit mehr als 2.500 auf den griechischen Ägäisinseln aufgelesenen Flüchtlingen an Bord den Festlandhafen in Piräus erreicht. Das nach einem früheren griechischen Premier benannte Schiff hatte am Mittwoch vor allem Syrer, darunter viele Familien, von den Inseln Lesbos, Kos, Kalymnos und Leros aufgenommen.

Die 1984 gebaute Fähre verkehrte im Dienst des Reeders Anek Lines bis 2001 zwischen Patras und Triest sowie zwischen Piräus und Kreta. Danach wurde das 175 Meter lange und 28,5 Meter breite Schiff für innergriechische Überfahrten und sporadisch für Kreuzfahrten oder als schwimmendes Hotel genutzt.

Vergangenen Mittwoch entschied die griechische Regierung, die "Eleftherios Venizelos" als provisorisches Auffanglager zu chartern. Anders als ursprünglich geplant, gingen die 2.500 Menschen nicht in Thessaloniki, sondern in Piräus, dem historischen Hafen Athens, von Bord und setzten ihre Reise in den Westen und Norden fort. Auf die griechischen Inseln gelangten sie nach kurzen Überfahrten meist in Schlauchbooten vom türkischen Festland aus, das teilweise nur wenige Kilometer von den Küsten der Ägäisinseln entfernt liegt. (red, derStandard.at, 20.8.2015)

foto: epa/orestis panagiotou
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