Kärntens FPÖ-Chef Ragger kommt Diversion näher

20. August 2015, 12:15
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Angebot des Richters in Untreueverfahren wegen einer Intervention für eine Darlehensbezieherin

Klagenfurt – Der Kärntner FPÖ-Chef und Landesrat Christian Ragger ist einer Diversion in einem Untreueverfahren gegen ihn einen Schritt näher gekommen. "Die Staatsanwaltschaft spricht sich grundsätzlich nicht dagegen aus", sagte Gerichtssprecherin Ulrike Svetina. "Es wird jetzt ein Anbot vom Richter an den Herrn Landesrat ergehen."

Der Inhalt dieses Angebots wird nicht öffentlich gemacht. Sollte Ragger darauf eingehen, hat die Staatsanwaltschaft erneut die Möglichkeit, sich dagegen auszusprechen. Als Diversionsmaßnahmen sind in der Strafprozessordnung etwa Geldstrafen, gemeinnützige Leistungen oder eine Probezeit mit Bewährungshilfe vorgesehen.

Intervention wegen Rückzahlung

Ragger wird Untreue vorgeworfen worden, weil er als Soziallandesrat dafür interveniert hatte, dass eine Darlehensbezieherin 14.000 Euro für eine vorzeitige Rückzahlung nicht begleichen muss. Mitte Juni brachte die Staatsanwaltschaft Klagenfurt einen Strafantrag gegen ihn ein. Ragger betonte damals, dass "kein Euro Schaden für das Land entstanden" sei. Er habe der behinderten Frau helfen wollen, außerdem liege der Fall bereits Jahre zurück. (APA, 20.8.2015)

  • Christian Ragger, Kärntens FP-Chef.
    foto: apa/schlager

    Christian Ragger, Kärntens FP-Chef.

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