Horrorspiel "Until Dawn" verspricht Millionen unterschiedliche Enden

20. August 2015, 11:19
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Komplexes Entscheidungssystem sorgt dafür, dass niemand exakt die gleiche Geschichte erlebt

Zwei Eckpfeiler machen besonders Neugierig auf das kommende PS4-Spiel "Until Dawn": Zum einen übersetzt es den Thrill klassischer Teen-Horrorfilme in eine Hochglanzvideospiel-Produktion. Acht Jugendliche geraten bei einem Ausflug in den Wald in die Fänge eines Serienmörders. Zum anderen baut es auf ein Entscheidungssystem, dass Spielern die Entfaltung einer komplett individuellen Geschichte in Aussicht stellt. Ein Prinzip, das an Adventure wie "Heavy Rain" angelehnt ist, doch von Hersteller Supermassive Games auf die Spitze getrieben wird.

"Es gibt tausende, sprichwörtlich tausende Enden. Ich denke, es sind sogar Millionen", sagt Kreativdirektor Will Byles in einem Interview mit Polygon. Dies sei nicht darauf zurückzuführen, dass tatsächlich Millionen unterschiedliche Ende geschrieben wurden, sondern die Story-Pfade der acht spielbaren Protagonisten so viele verschiedene Wendungen und Ausgänge haben können, die intelligent verknüpft werden.

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Nie das gleiche Spiel

Byles bezeichnet dies als Schmetterlingseffekt, bei dem jede Entscheidung im Spiel eine Konsequenz nach sich zieht, die die Story verändert. An der Spitze dieses Konzepts steht, dass jeder der Charaktere sterben kann (ein Zurück über Speicherpunkte gibt es nicht), doch bis zu diesen Höhepunkten gebe es tausende weitere kleine Entscheidungen, die sich auf die Handlung, die Persönlichkeiten und die Beziehungen zwischen den Protagonisten auswirken. Dadurch könne man mit jedem Spieldurchgang neue Geheimnisse aufdecken und andere Geschichten erleben, wenngleich gewiss bestimmte Story-Pfeiler unveränderlich seien.

"Ich kann fast garantieren, dass es keine zwei Menschen auf der Welt geben wird, die exakt den gleichen Pfad durch das Spiel gehen werden", sagt Byles.

Komplexes System

Dafür musste ein System entwickelt werden, dass sämtliche Skripte miteinander verzweigt und nach einem Ausschlussverfahren funktioniert. Um selbst den durchblick zu behalten und sicherzustellen, dass die individuellen Geschichten auch aufgehen, kann die dahinter liegende Software jeden Pfad basierend auf unterschiedlichen Entscheidungen auslegen und überprüfbar machen, ohne dass die Entwickler das Spiel jedesmal neu spielen müssen.

Auf der kleinsten Ebene spielen in dieses Pfadsystem die Dialoge zwischen den Protagonisten ein, bei denen Spieler zwischen mehreren Antworten wählen können und so wiederum die Konversation in eine bestimmte Richtung lenken, was wiederum die Beziehung zwischen den Akteuren beeinflusst, usw. "Es gibt einen Charakter, der im Spiel zunächst ein bisschen ein Arsch ist. Bis zum Ende des Games kann er entweder zum richtigen Mistkerl oder zum wahren Helden werden", erklärt der Entwickler. Jede Charakterentwicklung basiere auf den Entscheidungen der Spieler.

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Wie gut dieses System funktioniert, können Spieler bereits kommende Woche herausfinden. "Until Dawn" erscheint am 25. August für PlayStation 4. Mit einer zeitnahen Rezension des GameStandard können Sie rechnen. (zw, 20.8.2015)

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