Griechische Fähre wegen Flüchtlingen nach Piräus umgeleitet

20. August 2015, 09:48
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Schiff mit 1.700 Flüchtlingen an Bord nahm unterwegs 900 weitere Menschen auf

Athen – Eine in Kos gestartete griechische Fähre mit 2.600 syrischen Flüchtlingen an Bord ist in den Hafen von Piräus umgeleitet worden. Wie das griechische Fernsehen am Donnerstag berichtete, ist das Schiff am Donnerstag in der Früh in Piräus angekommen. Ursprünglich sollte die "Eleftherios Venizelos" die nordgriechische Küstenstadt Thessaloniki ansteuern.

Der Nachrichtenagentur Ana zufolge wurde der Plan nun nach einer Absprache zwischen verschiedenen Behörden geändert – unter anderem erklärten demnach die Verantwortlichen in Thessaloniki, die Stadt könne die hohe Zahl der Flüchtlinge nicht stemmen. Der Hafen von Piräus liegt unweit der griechischen Hauptstadt Athen.

Rund 2.600 Flüchtlinge an Bord

Die "Eleftherios Venizelos" war am Mittwoch in Kos mit 1.700 Syrern an Bord gestartet. Auf den Inseln Kalymnos, Leros und Lesbos nahm sie etwa 900 weitere Flüchtlinge auf. Die meisten Flüchtlinge wollen nicht in Griechenland bleiben, sondern über den Balkan weiter nach Mittel- und Nordeuropa, wo sie sich bessere Lebenschancen ausrechnen.

Der Flüchtlingsandrang überfordert die Ägäis-Inseln, die wegen ihrer Lage nahe der türkischen Küste seit einigen Wochen zum bevorzugten Ziel von Flüchtlingen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan geworden sind. Die Behörden geben Syrern Vorrang vor anderen Flüchtlingen, was auf mehreren Inseln zusätzlich zu Spannungen führte. (APA, 20.8.2015)

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