Erstmals Bilanzverlust bei AUVA

19. August 2015, 16:12
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Vorgeschriebene systemfremde Leistungen und gesetzliche Beitragssatzsenkung wirkten sich negativ aus

Wien – Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) beklagt erstmals einen Bilanzverlust. Dieser betrage für das vergangenen Jahr rund 14 Mio. Euro, berichtete das Unternehmen am Mittwoch in einer Aussendung. Ursache für den Verlust seien vom Gesetz vorgeschriebene systemfremde Leistungen sowie die gesetzliche Beitragssatzsenkung. 2013 hatte die AUVA noch einen Gewinn von 28 Mio. Euro verzeichnet.

Im vergangenen Jahr hat der Gesetzgeber eine Senkung des Beitragssatzes zur Unfallversicherung von 1,4 auf 1,3 Prozent vorgenommen. So sei zwar der Pflichtbeitrag, den die Unternehmen an die AUVA zahlen, gesunken, der Versicherung würden damit aber über 90 Mio. Euro Einnahmen jährlich fehlen. Der Einnahmenentfall verschärft sich laut AUVA durch gesetzlich vorgeschriebene systemfremde Ausgaben. Darüber hinaus werde man gezwungen, die Leistungen der Krankenkassen, die nach Arbeitsunfällen erbracht werden, überproportional abzugelten.

Den Verlusten entgegenwirken will die AUVA mit Unfallprävention. Bereits in den vergangenen Jahren habe man die Unfallzahlen dank Aufklärung erheblich senken können, teilte das Unternehmen mit. Der Rechnungsabschluss 2014 wird der Generalversammlung im Dezember 2015 vorgelegt. (APA, 19.8.2015)

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