Eine Linzer Reise ins Ungewisse

19. August 2015, 12:58
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Turku und Düsseldorf Gegner in der Champions Hockey League – Black Wings müssen Abgänge von Lebler und Iberer verkraften – Coach Daum: "Wichtige Erfahrung für uns alle"

Turku/Linz – Für die Black Wings Linz beginnt der Premieren-Ausflug in die Königsklasse des europäischen Eishockey am Donnerstag (17.30 Uhr/live laola1.tv) beim finnischen Spitzenclub TPS Turku. Der Linzer Trainer Rob Daum sieht die Champions Hockey League (CHL) vor allem als Chance für eine Standortbestimmung inmitten einer heiklen Umbruchphase.

Sieben neue Eisarbeiter

In der Stahlstadt standen die Zeichen nach der vergangenen Saison, die mit dem Aus im Play-off-Halbfinale gegen die Vienna Capitals zu Ende ging, auf Veränderung. Unter anderem wechselte Topscorer und Liga-MVP Brian Lebler zu Ingolstadt in die DEL, mit Matthias Iberer beendete ein anderer Schlüsselspieler seine Karriere. Zudem verließen vier weitere Cracks den Verein, sieben Neue wurden im Gegenzug geholt.

In Anbetracht der Umstände dürfe man von den Oberösterreichern derzeit keine Wunderdinge auf dem Eis erwarten, betonte Daum. "Es ist unmöglich zu sagen, wo wir stehen, weil es so viele Veränderungen in unserem Team gegeben hat", erklärte der Kanadier. "Wir haben eine gute Gruppe beisammen, aber wir müssen ein gutes Eishockey-Team werden. Das wird etwas dauern."

Auch das einzige Vorbereitungsspiel gegen Red Bull München am vergangenen Freitag offenbarte, dass seinem Trainerteam noch eine Menge Arbeit bevorsteht. Gegen die Münchner kassierte man eine 2:5-Abfuhr. Die Neuzugänge wie Brett Palin, Kevin Moderer und Olivier Latendresse gaben Versprechen ab – dass die Abstimmung noch nicht ganz passte, war aber offensichtlich.

Vor dem Start der Champions Hockey League garantiert Daum vollen Einsatz seiner Truppe. "Wir wollen gute Spiele abliefern und unseren Fans eine tolle Show zeigen. Das wird eine wichtige Erfahrung für uns alle. Für die Mannschaft, für mich als Coach, für unseren Verein und für unsere Fans."

In Hinblick auf ein konkretes sportliches Ziel wollte er sich aber nicht festnageln lassen. "Wir werden alles Mögliche tun, um aufzusteigen. Wenn uns das gelingt, ist es gut. Wenn nicht, dann eben nicht", erklärte Daum, der den Bewerb als ideale Vorbereitung auf den Start in der Erste Bank Eishockey League (EBEL) im September sieht.

Am Samstag in Düsseldorf

Dennoch wittert der 57-Jährige Chancen. In der Gruppe 7 geht es neben Turku, immerhin elffacher Meister in Finnland, auch gegen die EG Düsseldorf, wo man am Samstag zu Gast ist. "Beide sind sehr gute Gegner, das wird eine echte Challenge für uns. Aber ich denke, beide sind schlagbar." "Von unseren Gegnern wissen wir wenig bis gar nichts, wir fokussieren uns auf unser Spiel. Wir müssen so viel Selbstvertrauen haben, dass wir daran glauben, jede Partie gewinnen zu können", meinte Kapitän Philipp Lukas. (APA, 19.8.2015)

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