Flüchtlinge im Gleisbereich stoppten Zugverkehr im Burgenland

19. August 2015, 12:15
117 Postings

Mindestens 50 Flüchtlinge überquerten österreichisch-ungarische Grenze – Mehrstündige Betriebsunterbrechung bei der ÖBB

Wien – An der österreichisch-ungarischen Grenze bei Nickelsdorf hat es am Mittwochmorgen eine mehrstündige Betriebsunterbrechung im Zugverkehr gegeben. Grund waren Dutzende Personen, die sich im Gleisbereich aufhielten. Laut einer Sprecherin der Landespolizeidirektion Burgenland handelte es sich dabei um Flüchtlinge. Dem STANDARD sagte die Sprecherin, mindestens 50 Menschen hätten entlang der Gleise die Grenze überquert und seien dann zwischen dem Grenzort Nickelsdorf und dem Nachbarort Gattendorf weitergegangen. Details waren vorerst nicht bekannt. Polizeibeamte seien nach wie vor im Einsatz, um die Flüchtlinge aufzugreifen.

Laut der Sprecherin entschlossen sich ÖBB-Mitarbeiter zu der Unterbrechung des Betriebs und wandten sich dann an die Polizei. Eine ÖBB-Sprecherin erklärte auf Anfrage, das sei das routinemäßige Vorgehen, wenn sich Personen im Gleisbereich aufhalten. Die Unterbrechung dauerte demnach von 7 Uhr bis 10 Uhr, inzwischen ist die Sperre wieder aufgehoben. Elf Personenzüge waren betroffen, es kam zu erheblichen Verspätungen in beiden Fahrtrichtungen.

23 Flüchtlinge in Wien aufgegriffen

Auch bei Fahrzeugkontrollen im Straßenverkehr wurden wieder mehrere Flüchtlinge in Österreich aufgegriffen. Sieben Kinder und 16 Erwachsene aus Syrien sind am Dienstag um 23.40 Uhr dicht gedrängt in einem Kastenwagen in Wien-Simmering entdeckt worden. Die Polizei hatte den Ford Transit bei der Ausfahrt Simmeringer Haide der Ostautobahn (A4) angehalten. Die Flüchtlinge waren dehydriert und wurden medizinisch erstversorgt. Der 39-jährige Schlepper aus Ungarn wurde festgenommen. (red, 19.8.2015)

Share if you care.