Mehrere Meningitis-Fälle nach großem Pfadfindertreffen in Japan

19. August 2015, 11:50
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Insgesamt vier Jugendliche erkrankt – Österreicher allesamt wohlauf

Vier Jugendliche in Europa sind nach einem internationalen Pfadfindertreffen mit 30.000 Teilnehmern in Japan an Hirnhautentzündung erkrankt. Drei schottische Jugendliche seien in ärztlicher Behandlung, aber auf dem Weg der Besserung, sagte ein Sprecher der britischen Pfadfinder-Vereinigung am Dienstag. In Schweden bestätigte das Karolinska Universitätskrankenhaus bei Stockholm bei einem Mädchen eine Erkrankung.

Unter den teilnehmenden Pfadfindern befanden sich auch 220 Österreicher, die aber alle gesund sind, sagte eine Sprecherin der Pfadfinder und Pfadfinderinnnen Österreichs. Sie wurden von einem eigenen Arzt begleitet, der die Jugendlichen regelmäßig untersucht hatte.

Mögliche Folgeschäden

Verursacht wurden die Infektionen von Bakterien, sogenannten Meningokokken – das Ansteckungsrisiko ist sehr gering. Die Erreger werden über Tröpfchen verbreitet, vor allem durch Anhusten oder -niesen, seltener durch anhaltenden engen Kontakt.

Zu den Symptomen zählen unter anderem Fieber, Nackensteifheit und Kopfschmerzen. Nicht rechtzeitig behandelt kann eine Meningitis zum Tod führen oder Folgeschäden wie Taubheit oder Epilepsie hervorrufen. Die schwedische Gesundheitsbehörde hatte am Montag die 2.000 schwedischen Teilnehmer des Camps aufgefordert, vorsorglich Antibiotika zu nehmen.

Das Treffen sei bereits am 8. August zu Ende gewesen, die Inkubationszeit von der Ansteckung bis zu ersten Symptomen liege bei zwei bis zehn Tagen, hieß es vom Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin. Weitere Fälle seien daher unwahrscheinlich. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass der verursachende Meningokokken-Stamm in der einen oder anderen Gruppe zirkuliere, ohne sofort zu einer Erkrankung zu führen. "Daher ist weiterhin Wachsamkeit geboten", heißt es vom Institut. (APA, 19.8.2015)

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