Hunde könnten Neugier als Haustiere verloren haben – Hunde wuchsen mit dem Klimawandel

19. August 2015, 05:30
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Hunde könnten Neugier als Haustiere verloren haben

Wien – Hunde gehen rascher zu fremden Objekten als Wölfe, sie verlieren aber auch deutlich schneller das Interesse daran, schreiben Wissenschafter des Wolf Science Centers Ernstbrunn, der Vetmed-Uni Wien und der Universität Wien in der aktuellen Ausgabe des Magazins "Animal Behaviour". Die Forscher führten Versuche mit Teddybären oder Gartenzwergen im Gehege der Tiere durch. Sie vermuten nun, dass das raschere Ablaufen des Interesses durch die Domestikation (Haustier-Werdung) des Hundes begründet sei. Die Tiere werden von ihren Besitzern vor großen Gefahren bewahrt. (APA, red)

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Animal Behaviour: "The influence of relationships on neophobia and exploration in wolves and dogs"

Hunde wuchsen mit dem Klimawandel

Providence – Der Klimawandel dürfte zur Evolution von hunderartigen Tieren (Canidae) beigetragen haben. Zu diesem Ergebnis kamen Evolutionsbiologen der Brown University in einer im Fachmagazin "Nature Communications" publizierten Studie. Die Wissenschafter untersuchten 40 Millionen Jahre alte Fossilien und erkannten, dass frühe Canidae, die Mangusten ähnelten und keine begnadeten Läufer waren, nach einigen Millionen Jahren von größeren abgelöst wurden – das Habitat war mittlerweile kühler und trockener. Ihr Körperbau war für die Jagd geeignet. (red, 19.8.2015)

Abstract
Nature Communications: "Habitat changes and changing predatory habits in North American fossil canids"

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