Mittelmeer: Schlepper nach Unglück mit 49 Toten festgenommen

18. August 2015, 15:45
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Sie sollen Flüchtlinge am Verlassen des Frachtraums gehindert haben

Rom – Nach dem Tod von 49 Migranten im Mittelmeer haben die italienischen Behörden mehrere mutmaßliche Schlepper festgenommen. Die acht jungen Männer, darunter ein Minderjähriger, stammen aus Marokko, Libyen und Syrien, wie die Staatsanwaltschaft Catania am Dienstag mitteilte.

Ihnen wird Förderung illegaler Einwanderung und mehrfacher Totschlag vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits am Montag die Ermittlungen eingeleitet. Nach Zeugenaussagen von Überlebenden wurden die mutmaßlichen Menschenschmuggler identifiziert.

Die 49 Flüchtlinge waren am Wochenende vermutlich im Laderaum eines Fischerbootes vor Libyen erstickt. Mehr als 300 Menschen konnten gerettet werden. Den Festgenommenen wird laut Nachrichtenagentur Ansa vorgeworfen, die Menschen an Bord auch mit Tritten und Schlägen am Verlassen des Frachtraums gehindert zu haben. Es soll sich bei den acht Männern um den Kapitän und die Besatzungsmitglieder des Fischerbootes handeln. (APA, 18.8.2015)

  • 49 Menschen starben vor der libyschen Küste.
    foto: reuters / alkis konstantinidis

    49 Menschen starben vor der libyschen Küste.

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