Jährlich werden tausende Orang-Utans getötet

18. August 2015, 12:32
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Abholzungen und illegale Jagd setzen den bedrohten Menschenaffen immer stärker zu

Wien/Samboja – Jährlich werden zwischen 2.000 und 3.000 Orang-Utans getötet, wie die Tierschutzorganisation Vier Pfoten anlässlich des Internationalen Tags des Orang-Utans am 19. August berichtet. Für die einstmals in weiten Teilen Südostasiens beheimateten Menschenaffen, die heute nur noch in einzelnen Regionen der Inseln Sumatra und Borneo vorkommen, bedeutet diese Verlustrate eine gefährliche Verringerung der Bestandszahl. Die Populationen auf Sumatra werden auf einige tausend, die auf Borneo auf einige zehntausend Tiere geschätzt.

Die Orang-Utans sind laut Vier Pfoten vor allem Opfer der Palmöl-, Tropenholz- und Kohleindustrie, die massive Regenwaldabholzung auf Borneo verkleinert laufend ihren Lebensraum. Die Tiere gelten zudem als Ernteräuber und werden daher teilweise gegen Kopfgeld getötet. Die Jungtiere werden danach illegal als Haustiere verkauft. 60 Prozent des illegalen Menschenaffenhandels entfallen auf diese bedrohten Tiere.

Seit 2007 pflegen Vier Pfoten und die Borneo Orangutan Survival Foundation (BOSF) in einer Rettungsstation Orang-Utan-Waisen und bereiten sie auf ein Leben in der Wildnis vor – sechs wurden 2013 erfolgreich ausgewildert. Der indonesische Aktionsplan für Orang-Utans sieht vor, heuer noch Hunderte Tiere aus verschiedenen Auffangstationen in die Freiheit zu entlassen. (APA/red, 18. 8. 2015)

  • Unter Wilderern ist es gängige Praxis, Orang-Utan-Mütter zu töten, um ihre Babys verkaufen zu können.
    foto: apa/epa/sebastian kahnert

    Unter Wilderern ist es gängige Praxis, Orang-Utan-Mütter zu töten, um ihre Babys verkaufen zu können.

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