Sierra Leone: Meilenstein im Kampf gegen Ebola

18. August 2015, 10:01
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Seit Ausbruch der Ebola-Epidemie kam es in Sierra Leone erstmals eine Woche lang zu keinen Neuinfektionen

Freetown/Conakry/Monrovia – Im westafrikanischen Sierra Leone hat es seit Ausbruch der Ebola-Seuche erstmals seit einer Woche keine Neuansteckungen mehr gegeben. Dies sei eine sehr gute Nachricht, sagt Anders Nordstrom, Landesdirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Es müsse aber mit gleicher Intensität weiter gearbeitet werden, um den Ausbruch ganz unter Kontrolle zu bringen, betont Nordstrom. Ein Land gilt erst nach 42 Tagen ohne Neuansteckung als Ebola-frei. Die Krankheit hat eine Inkubationszeit von bis zu 21 Tagen.

Mehr als 11.000 Todesopfer

Sierra Leone hatte erst am Freitag eine über rund 600 Dorfbewohner verhängte Ebola-Quarantäne aufgehoben, nachdem es dort zu keiner Neuansteckung mehr gekommen war. In der Hauptstadt Freetown sind noch knapp 40 Menschen wegen einer möglichen Ansteckungsgefahr von der Außenwelt abgeschottet.

Dem Ebola-Ausbruch in Guinea, Liberia und Sierra Leone sind seit vergangenem Jahr mehr als 11.000 Menschen zum Opfer gefallen, knapp 4.000 davon in Sierra Leone. Auch in Guinea gab es der WHO zufolge zuletzt nur noch wenige, isolierte Ansteckungsfälle. In Liberia ist der Kampf gegen das Virus am weitesten fortgeschritten: Ende Juli konnten die letzten vier bekannten Ebola-Patienten geheilt aus dem Krankenhaus entlassen werden. (APA, 18.8.2015)

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