"Alpine Klangskulptur": Schweizer Künstler arbeiten an Echoarchiv

17. August 2015, 17:01
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Alpinisten oder Hüttenwarte sollen mithilfe einer App den Aufbau von Echotopos unterstützen – Neue Echos sollen verifiziert und mit Spezialmikrophonen aufgezeichnet werden

Bern – Den ganz eigenen Klang der Berge will ein Schweizer Künstlerkollektiv einfangen: Die in Basel beheimatete Gruppe "Idee und Klang" versucht aktuell, ein Archiv von Schweizer Echos anzulegen. Gelingen soll dies mittels einer App, mit der Alpinisten, Hüttenwarte oder Wanderer Echos aufnehmen und auf die Seite www.echotopos.ch hochladen können. Dort werden sie mittels GPS auf einer Karte verzeichnet.

Auch eine spätere Eingabe am Computer sei möglich, wie auf der Internetseite mitgeteilt wird. Ist ein neues Echo gemeldet, wollen die Soundspezialisten von "Idee und Klang" dieses verifizieren, den Klang mit Spezialmikrophonen aufzeichnen und den Ort foto- und videografisch erfassen. Dann wird das Echo mit Bild und Ton sowie einer Wegbeschreibung online gestellt.

Die Kuhweide als Klangraum

"Im Echo begegnen wir uns selbst und auch einem Stück authentischer Heimat", heißt es bei Echotopos. Weiters ist dort auch zu erfahren, wie ein Echo entsteht, wie es sich physikalisch verhält, was zu beachten ist, wenn man selbst ein Echo erhalten will oder wie das Wetter ein Echo beeinflusst.

Auch andere akustische Phänomene, wie sie etwa bei Staumauern oder in Tunnels entstehen, sollen erfasst werden. Bergkirchen oder das Glockengeläut auf Kuhweiden sollen ebenso im Archiv einen Platz finden. Das Projekt steht unter der künstlerischen Leitung des Musikers, Sängers und Jodlers Christian Zehnder vom Duo Stimmhorn. Die Klangkünstler von "Idee und Klang" wollen damit den "Klangraum" von Alpen und Jura "vermessen" und schließlich eine "alpine Klangskulptur" erschaffen. (APA, 17.8.2015)

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