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Weiser: Österreichisches Startup will die Event-App neu erfinden

21. August 2015, 13:09
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Mit einem speziell auf jeden einzelnen Besucher zugeschnittenen Service sollen Events für Gäste und Veranstalter komfortabler gestaltet werden

Ursprünglich wollten Nikolaus Müller (21), Philipp Unger (22) und Maximilian Leithner (21) lediglich eine App entwickeln, die das Networking auf Events erleichtert, doch die Idee entwickelte sich zu einem weitaus ambitionierteren Konzept. Mit ihrem Startup Weiser will das Trio eine soziale Event-App entwickeln, die die Kommunikation auf Business-Veranstaltungen wie etwa Konferenzen oder Tagungen fördert und den Teilnehmern dabei hilft, die richtigen Kontakte zu finden.

Eine maßgeschneiderte Timeline

Das Herzstück der App ist der sogenannte "Activity-Feed", in dem alle relevanten Informationen zur Veranstaltung basierend auf den eigenen Interessen angezeigt werden. Das können unter anderem Fotos, Videos, Beiträge, Umfragen und Tweets sein, die von anderen Teilnehmern, Vortragenden oder dem Veranstalter veröffentlicht werden. Im Feed werden auch auf dem aktuellen Standort basierende Nachrichten angezeigt, etwa Informationen zum aktuellen oder nächsten Vortrag, wenn man sich gerade in einem Hörsaal befindet, oder Angebote von Ausstellern in der unmittelbaren Umgebung. Eigene Interessen können unter anderem durch die Verknüpfung mit sozialen Netzwerken wie Xing, LinkedIn, Facebook und Twitter importiert werden.

Erleichtertes Networking

Durch Gespräche mit Eventbesuchern erkannte das Team, dass es Bedarf an Lösungen für erleichtertes Networking gibt. "Es gibt Probleme, relevante Leute für sich selbst zu finden", erklärt Projektleiter Nikolaus. "Du musst dich bei großen Veranstaltungen nicht nur überwinden, eine Person anzusprechen, sondern musst wahrscheinlich 17 andere ebenfalls ansprechen, bis du die Person gefunden hast, die für dich interessant ist."

Aus diesem Grund werden unkomplizierte Networking-Features in den Activity-Feed eingebunden. Teilnehmer können gewünschte Kontakte definieren und erhalten in ihrer Timeline geeignete Personen vorgeschlagen. Dank eines der Dating-App Tinder ähnelnden Matching-Systems werden so Gesprächspartner zusammengeführt. Außerdem können auch Meetings mit anderen Teilnehmern über die App vereinbart werden. Zu diesem Zweck gibt es die Möglichkeit, ein Zeitfenster für Meetings zu definieren, für das sich andere Teilnehmer anmelden können.

Separat vom Activity-Feed kann eine Teilnehmerliste nach beliebigen Kriterien gefiltert werden. Gewünschte Gesprächspartner können vorgemerkt werden und die App sendet eine Benachrichtigung, wenn die betreffende Person auf der Veranstaltung eintrifft oder einen bestimmten Ort, zum Beispiel die Networking-Area, betritt. Für die Standortbestimmung und die dementsprechenden Features soll Apples iBeacon-Technologie zum Einsatz kommen.

Komfort auch für Veranstalter

Weiser soll auch Veranstaltern das Leben erleichtern. Daten können ohne großen Aufwand in die Event-App übertragen und dort verwaltet werden, erzählt Nikolaus. "Die meisten Veranstalter haben Online-Tickets, haben dann extrem viele Kundendaten und bekommen diese Kundendaten nicht automatisiert in die Event-App. Die müssen dann jemanden beschäftigen, der sich die Daten durchliest und das dann irgendwie rübertippt oder in Excel überträgt und schließlich in die Event-App importiert." Unter anderem sollen Daten aus Ticketing-Systemen wie Eventbrite importiert werden. Eine zentrale Plattform sorgt dafür, dass sowohl vor als auch während der Veranstaltung Änderungen in der Event-App vorgenommen werden können. Wichtig ist auch, dass Teilnehmer und Aussteller gleichermaßen ihre Daten selbst ändern können.

Traditionelle Funktionen

"Bei einer Standard-Event-App hat man ein Mega-Menü mit unzähligen Punkten und keine Ahnung was dahinter steckt. Viele Sachen, bei denen ich nicht weiß, ob sie für mich relevant sind und bei denen ich mich nicht zurecht finde. Es ist wie ein digitalisierter Flyer, als ob mir jemand eine Mappe mit vielen Informationen in die Hand drückt", erklärt Nikolaus. Die Lösung sei es, die App moderner zu gestalten. Neben dem Activity-Feed gibt es aber weiterhin wichtige Funktionen wie eine Agenda, eine Übersichtskarte, Meeting-Übersicht, Speaker-Liste und eine Attendee-Liste, die je nach den Anforderungen der entsprechenden Veranstaltung nach einem Modul-System integriert oder außen vorgelassen werden können. Auch hier soll die Erfahrung "smarter" gestaltet werden, die Liste der Teilnehmer etwa auch nach Relevanz gefiltert werden können.

AWS First

Am Startup-Programm AWS First des Austria Wirtschaftsservice schätzen Nikolaus, Philipp und Maximilian besonders die Kontakte und das Feedback. Ein erstes Konzept, eine Plattform, über die ganze Konferenzen live gestreamt werden sollten, wurde aufgrund hilfreichen Feedbacks in AWS-First-Trainings verworfen. Auch den Austausch mit den anderen Teams im Förderprogramm sehen sie als große Bereicherung und als Möglichkeit, vielleicht auch in Zukunft gemeinsam das eine oder andere Projekt umzusetzen.

Nächste Schritte

Derzeit ist die App noch nicht fertig entwickelt, es existiert aber eine grafische Demo zu Demonstrationszwecken, die allerdings noch ohne die geplanten Features auskommen muss. Die Entwicklung der Applikation ist jedoch in vollem Gange. Der Activity-Feed ist bereits lauffähig, Postings können abgegeben werden und auch Userprofile wurden bereits implementiert. Um eine komfortable Nutzung gewährleisten zu können, arbeitet das Team intensiv am Server-Backend und einer möglichst geringen Belastung für das Veranstaltungs-Netzwerk. Im November will das Team einen ausgereiften Testkandidaten fertig entwickelt haben und ist derzeit auf der Suche nach Veranstaltern, mit denen es das Produkt auf Herz und Nieren erproben kann. (Lukas Urban, 15.8.2015)

Weitere Infos zu Weiser



Dieser Artikel bietet einen Überblick zum aws First Programm, dessen Kick-off ins zweite Jahre gerade stattgefunden hat.

Weitere Details: www.awsg.at/first.

  • Nikolaus, Philipp und Maximilian befinden sich mitten in der Entwicklungsphase
    foto: weiser

    Nikolaus, Philipp und Maximilian befinden sich mitten in der Entwicklungsphase

  • Viele Arbeitsstunden flossen in die Konzeption einer smarten und sozialen Event-App
    foto: weiser

    Viele Arbeitsstunden flossen in die Konzeption einer smarten und sozialen Event-App

  • Benutzerfreundlich und simpel soll sich die App für Veranstalter und Teilnehmer präsentieren
    foto: weiser

    Benutzerfreundlich und simpel soll sich die App für Veranstalter und Teilnehmer präsentieren

  • In einer Demo-Version dienen Superhelden wie Batman und Iron Man als "Attendees"
    foto: weiser

    In einer Demo-Version dienen Superhelden wie Batman und Iron Man als "Attendees"

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