Online-Lebenmittelhändler verschicken vor allem Haltbares

17. August 2015, 13:12
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erderbliche Nahrungsmittel nach wie vor problematisch

Die meisten Online-Lebensmittelhändler konzentrieren sich bei ihrem Angebot nach wie vor auf haltbare Produkte wie Süßwaren, Konserven oder Getränke. Das geht aus einer Marktstudie des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI hervor. Maximal ein Drittel der überprüften 250 Onlineshops habe frische Produkte wie Obst, Gemüse oder Fisch im Angebot, berichtete der EHI-Experte, Sascha Berens am Montag.

Nur jeder Zehnte Online-Shop biete auch Tiefkühlprodukte an. Zuvor hatte bereits das "Handelsblatt" über die Untersuchung berichtet.

Zurückhaltung ist verständlich

Die Zurückhaltung ist verständlich. Wie einige Stichproben des EHI ergaben, ist die Lieferung verderblicher Produkte bis zur Haustür nach wie vor eine logistische Herausforderung für mache Anbieter. So seien bei Testbestellungen mit deutschlandweiter Paketlieferung teilweise Probleme mit der Frische festgestellt worden. Vor allem wenn Tiefkühlware zusammen mit Obst und Gemüse in einem Paket auf die Reise geschickt worden sei, sei es mehrfach zu Frostschäden gekommen, berichtete Berens.

In Deutschland werden laut EHI derzeit gerade einmal ein Prozent der Lebensmittel imInternet bestellt. In anderen Ländern spielt der Online-Handel mit Lebensmitteln längst eine viel größere Rolle. So werden nach einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung McKinsey in Frankreich schon vier und in Großbritannien fünf Prozent aller Lebensmitteleinkäufe via Internet erledigt. (APA, 17.8. 2015)

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