Neos wollen Baustellen aufräumen

17. August 2015, 12:37
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Parteienförderung, Bildung und Entrümpeln des politischen Systems im Fokus der pinken Plakatkampagne

Linz – Die Neos wollen in den oberösterreichischen Landtag einziehen und dort "aufräumen". Am Montag haben sie die erste Welle ihrer Plakatkampagne präsentiert. Als "Baustellen" machen sie darin Parteienförderung, Bildung und die Politik an sich aus – Stichwort Amtszeitbegrenzung, Abschaffung des Landesschulrats oder anderer "Relikte, die längst ins Museum gehören", wie Spitzenkandidatin Judith Raab es ausdrückt.

Vorerst plakatieren die Neos drei Sujets. Nur auf einem ist Raab – mit pinkfarbenem Helm – zu sehen. Die beiden anderen kommen ohne Kandidatin aus: mit einem Geldkoffer und der Forderung, "Parteienförderung halbieren. Doppelt in die Jungen investieren" widmen sich die Pinken ihren Lieblingsthemen Parteienfinanzierung und Bildung. In Oberösterreich würden täglich 75.000 Euro ausgeschüttet, jede Landtagspartei könne sich somit pro Tag ein Auto kaufen, rechnete Raab vor. Sie will dieses Geld in die Bildung umschichten.

Abgeordnete auf Hausbesuch

400 Plakate werden auf Dreieckständern und 80 als City-Format affichiert. Anfang September soll eine zweite Welle folgen. Parallel dazu versuchen die Neos mit einer Petition gegen Parteienförderungen und der Aktion "Neos@home" zu punkten. Dabei können sich kleine Gruppen einen Kandidaten nach Hause einladen und mit ihm diskutieren.

Die ÖVP, die anfangs mit weißen Plakaten ausdrücklich "keine Werbung" gemacht hat, startete vergangene Woche ihre auf Spitzenkandidat LH Josef Pühringer zugeschnittene "Wir-Gefühl-Kampagne". Für die Grünen verlangt ein zungenzeigendes Mädchen "gscheite Bildung", bissige Tricolore-Paprika wettern gegen TTIP und Spitzenkandidat Rudi Anschober tollt mit Kindern herum, als Sinnbild für den Einsatz für die Schwächsten.

Die Konterfeis der roten und blauen Spitzenkandidaten lächeln schon länger von Plakatwänden. SPÖ-Landeshauptmann-Stellvertreter Reinhold Entholzer ruft zur sozialen Gerechtigkeit auf, parallel läuft eine Themenkampagne des roten Landtagsklubs, die davor warnt, die soziale Verantwortung "auf die lange Bank" zu schieben. FPÖ-Landesrat Manfred Haimbuchner zeigt sich wie der Landeshauptmann im Dialog mit Leuten und appelliert an das Heimatgefühl. Die KPÖ wirbt mit einer roten Hand unter anderem für die Öffi-Freifahrt. (APA, 17.8.2015)

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