Koreas nehmen gegenseitige Propaganda-Beschallung wieder auf

17. August 2015, 12:25
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Lautstarke Form der psychologischen Kriegsführung war vor elf Jahren eingestellt worden

Seoul/Pjöngjang – Das nordkoreanische Militär dreht nach südkoreanischen Angaben seine Propaganda-Lautsprecher an der gemeinsamen Grenze ebenfalls wieder auf. Nordkorea reagiert damit offenbar auf die Wiederaufnahme der Beschallung durch das verfeindete Nachbarland.

An der "östlichen Frontlinie" sende die nordkoreanische Volksarmee wieder Propaganda-Botschaften gegen den Süden aus, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul am Montag. Um welche Botschaften es sich genau handle, war zunächst unklar.

Reaktion auf Minenexplosion

Die gegenseitige Beschallung gilt als eine Form der "psychologischen Kriegsführung", die beide Länder vor elf Jahren im Rahmen damaliger Aussöhnungsbemühungen eigentlich eingestellt hatten. Südkorea reagierte mit der Wiederaufnahme der Durchsagen vor einer Woche auf die schwere Verletzung von zwei seiner Soldaten durch die Explosion von mutmaßlich nordkoreanischen Landminen.

Südkorea wirft der Volksarmee vor, die Minen vor kurzem im südlichen Teil der entmilitarisierten Zone (DMZ) zwischen den beiden Ländern vergraben zu haben. Das Regime in Pjöngjang bestreitet das. Nordkorea drohte auch damit, die Lautsprecheranlagen auf südkoreanischer Seite zu beschießen. (dpa, 17.8.2015)

  • Südkoreanischen Soldaten im Jahr 2010: Vor elf Jahren waren die meisten Lautsprecher an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea eingemottet worden, nun nehmen sie ihren Dienst wieder auf.
    foto: reuters

    Südkoreanischen Soldaten im Jahr 2010: Vor elf Jahren waren die meisten Lautsprecher an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea eingemottet worden, nun nehmen sie ihren Dienst wieder auf.

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