Stau: Der Sonntag ist der neue Samstag

17. August 2015, 12:35
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Immer mehr Urlauber reisen am Sonntag: zähes Vorankommen derzeit auch auf österreichischen Autobahnen.

Das Verhalten motorisierter Urlauber war auch schon einmal einfacher vorherzusagen: Zum überwiegenden Teil reisten sie samstags an und auch am selben Tag wieder ab -begünstigt wurde das übliche Beziehen und Verlassen von touristischen Unterkünften an diesem Tag. Die Branche ist allerdings flexibler geworden – und mit ihr die Urlauber.

Überholte Empfehlung

Das gesamte vergangene Wochenende ist auf der Tauernautobahn (A10) im Zeichen des starken Ferien-Rückreiseverkehrs gestanden. Neu ist, dass offenbar immer mehr Urlauber vom Samstag auf den Sonntag als Reisetag ausweichen – mit der Konsequenz, dass auch am Sonntag vermehrt Verzögerungen in Kauf zu nehmen sind, wie ÖAMTC-Verkehrsexperte Harald Lasser aufgefallen ist. Früher habe man den Leuten immer empfohlen, nicht den Samstag, sondern den Sonntag als An- und Abreisetag zu wählen, um den großen Staus zu entgehen, sagt Lasser. Das haben sich aber offenbar allzu viele zu Herzen genommen.

Blockabfertigung am Sonntag

Nachdem bereits am Samstag auf vielen österreichischen Autobahnen kilometerlange Staus die Nerven der Autofahrer strapaziert haben, brauchte man am Sonntag vor allem auf der A10 Geduld. Vor den Tunnels gab es Blockabfertigung, zwischen dem Knoten Pongau und Golling ging es rund 20 Kilometer weit nur äußerst langsam vorwärts, ebenso zwischen der Anschlussstelle Salzburg-Süd und dem Walserberg auf der Westautobahn. Selig, wer auf einen Wochentag ausweichen kann. (APA, red, 17.8.2015)

  • Ein Ortsschild im niederösterreichischen Oed, das für den Gottesdienst wirbt.

    Ein Ortsschild im niederösterreichischen Oed, das für den Gottesdienst wirbt.

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