Evangelischer Superintendent Paul Weiland verstorben

17. August 2015, 10:39
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Landeshauptmann Pröll: "Wo immer er konnte, hat er Brücken gebaut"

St. Pölten – Paul Weiland, Superintendent der Evangelischen Kirche in Niederösterreich, ist tot. Er erlag am Sonntagnachmittag 65-jährig im Krankenhaus St. Pölten einem akuten Herzversagen. "Der Tod von Paul Weiland ist ein riesiger Verlust für die Evangelische Kirche in Niederösterreich, für die Gesamtkirche und weit darüber hinaus", sagte Bischof Michael Bünker laut dem Evangelischen Pressedienst.

Durch seine Stellung in der Ökumene und in der Öffentlichkeit habe Weiland als Vertreter einer Minderheitskirche "beispielhaft die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Evangeliums glaubwürdig vorgelebt", erklärte Bünker. Das Eintreten für die Schwachen in der Gesellschaft und das diakonische Engagement der Kirche seien Weiland ein besonderes Anliegen gewesen, was sich auch in seinen Stellungnahmen in der Öffentlichkeit widergespiegelt habe.

Überzeugender Kirchenmann

Dass Niederösterreich die evangelische Diözese mit den meisten Kirchenneubauten ist, hänge auch mit Weilands Wirken zusammen, hob der Bischof hervor. "Unsere Anteilnahme gilt allen, die um ihn trauern, insbesondere seiner Frau Marianne."

Weiland war seit 1. September 1998 Superintendent der Evangelischen Kirche A. B. in Niederösterreich. Am 14. September hätte er seinen 66. Geburtstag gefeiert.

"Mit Paul Weiland verliert Niederösterreich eine prägende Persönlichkeit, einen gesellschaftlichen Ruhepol und einen partnerschaftlichen Freund, der sich auf vielfache Weise im Land eingebracht hat", zeigte sich Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) betroffen vom plötzlichen Ableben Weilands und drückte dessen Familie sein Mitgefühl aus. Er würdigte den Verstorbenen als "überzeugenden Kirchenmann, mit klugen Worten und klaren Werten, aufrichtig und aufrichtend".

"Wo immer er konnte, hat er Brücken gebaut und damit viel zum ausgezeichneten ökumenischen Klima in Niederösterreich beigetragen", sagte Pröll. Das Verhältnis und die Zusammenarbeit zwischen den Kirchen im Land einerseits und zwischen Kirche und Politik andererseits sei für Weiland kein oberflächliches Nebeneinander sondern ein ehrliches Miteinander gewesen, getragen von einem vertrauensvollen Umgang, von Dialog und gegenseitigem Respekt. (APA, 17.8.2015)

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