Bahrain: Billiges Öl macht Fleisch teurer

16. August 2015, 14:49
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Die Bürger im Golfstaat Bahrain bekommen die gefallenen Ölpreise ganz direkt zu spüren, die Regierung kürzt Subventionen

Dubai – Im Golfstaat Bahrain wird wegen der gefallenen Ölpreise das Fleisch teurer. Die Regierung werde ihre Subventionen für Fleisch ab September zurückfahren, meldete die staatliche Nachrichtenagentur BNA am Samstag. Die Bürger des kleinen Landes erhielten im Gegenzug Kompensationen, sagte der Handelsminister Sajed bin Rasched al-Sajani.

Er ließ jedoch offen, wie stark nun die Preise steigen dürften und was mit Entschädigungen gemeint sei. Zuletzt hatte es geheißen, die Bahrainis erhielten Geld. Ausländer, die etwa die Hälfte der 1,3 Millionen Einwohner stellen, sollten leer ausgehen.

Massive Subventionen

Wie andere ölexportierende Golfstaaten hat Bahrain Grundnahrungsmittel und Güter des täglichen Bedarfs wie Fleisch, Treibstoffe, Strom und Wasser massiv subventioniert. Der Ölpreis ist aber seit einigen Jahren angesichts der zunehmenden Förderung von Schieferöl in den USA unter Druck, was sich unmittelbar auf den Reichtum der Wüstenstaaten auswirkt.

Bahrain, das vergleichsweise geringe Reserven hat, ist davon besonders betroffen. Für das laufende Jahr rechnet die Regierung mit einem Haushaltsdefizit von umgerechnet 3,6 Mrd. Euro, deutlich mehr als vergangenes Jahr. Es wird erwartet, dass auch weitere Subventionen wegfallen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden erst vor wenigen Tagen die Zuschüsse für Benzin gekürzt. (APA, 16.8.2015)

  • Billiges Öl: Was hierzulande das Leben erschwinglicher macht, bringt den Menschen in Ölförderländern den gegenteiligen Effekt.
    foto: apa/techt

    Billiges Öl: Was hierzulande das Leben erschwinglicher macht, bringt den Menschen in Ölförderländern den gegenteiligen Effekt.

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