Mehrere Tote in Konflikt zwischen Kurden und Türkei

16. August 2015, 12:50
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Ein Soldat und drei PKK-Kämpfer kommen bei Schießerei ums Leben

Istanbul – In der Türkei sind am Wochenende bei einer Schießerei und einem Anschlag mehrere Menschen ums Leben gekommen. Ein Soldat und drei Kämpfer der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK starben am Sonntag nach Informationen aus Sicherheitskreisen bei einem Gefecht in einem ländlichen Gebiet in der Provinz Kars im Osten des Landes. Ein weiterer Soldat wurde verletzt. Der Beginn des bewaffneten Konflikts zwischen der Türkei und der PKK jährte sich am Samstag zum 31. Mal. In der Stadt Varto im Osten des Landes wurde deswegen eine Ausgangssperre verhängt. Die Behörden befürchten, dass die PKK Sprengfallen gelegt hat.

Am Samstag wurden bei einem Anschlag auf einen türkischen Militärkonvoi im Südosten des Landes drei Soldaten getötet und sechs verletzt. Kämpfer der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK hätten einen Sprengsatz ferngezündet, als der Militärkonvoi nahe der Stadt Bingöl unterwegs gewesen sei, teilte der Generalstab mit.

Die PKK hat seit den Angriffen der türkischen Armee auf ihre Lager im Nordirak am 25. Juli fast täglich Anschläge auf das Militär und die Polizei verübt. Die Türkei beendete mit dem Beschuss der PKK-Lager einen seit rund zwei Jahren haltenden Waffenstillstand.

Nach offiziellen Angaben kamen bei den jüngsten PKK-Anschlägen 43 Soldaten und Polizisten ums Leben. Die türkischen Medien gaben die Zahl der getöteten PKK-Angehörigen mit mehr als 200 an.

Seit drei Jahrzehnten hält die gewaltsame Auseinandersetzung der PKK mit dem türkischen Staat an. Die in der Europäischen Union (EU) als terroristische Organisation eingestufte Bewegung will mehr Autonomie für die Kurden in der Türkei. 2012 begann die Regierung Friedensgespräche mit der PKK. Dabei wurde auch ein Waffenstillstand und ein Abzug der PKK-Kämpfer aus der Türkei nach Nordirak vereinbart. (Reuters, 16.8.2015)

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