"Rapid ist immer im Spiel"

15. August 2015, 19:00
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Sturm – Rapid:

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Wir haben ein Topspiel gesehen von beiden Mannschaften – mit vielen Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. Es war alles dabei, was ein Spitzenspiel beinhalten muss. Wenn man 2:0 führt, ist man schon enttäuscht nach dem Spiel. Wir haben es versäumt in der zweiten Hälfte, da waren wir zu passiv. Das war schon beim WAC (2:0/Anm.) so, da wurden wir aber nicht bestraft. Heute wurden wir für unsere Passivität bestraft. Wir müssen einfach lernen, dass man auch nach einer 2:0-Führung noch nach vorne verteidigen muss. So ist es eben, Rapid ist immer im Spiel."

Donis Avdijaj (Sturm-Torschütze): "Man muss gestehen: Rapid hat in der zweiten Hälfte gut Fußball gespielt. Vorne hätten wir eventuell mehr Druck machen müssen. Wenn wir zur Halbzeit 2:0 vorne liegen, müssen wir die drei Punkte zu Hause lassen. Wir müssen analysieren und schauen, was wir falsch gemacht haben. Ich denke, dass wir heute damit leben müssen. Rapid hat in der zweiten Hälfte super Fußball gespielt."

Zoran Barisic (Rapid-Trainer): "Speziell nach dem 0:2 in der ersten Hälfte ist es ein gewonnener Punkt. Das ist das Resultat, das dabei herausschaut, wenn man den Glauben an sich selbst nie verliert. Ich habe auch in einigen Mannschaften gespielt, aber diese Mentalität einer Mannschaft ist schon einzigartig. Kompliment an die Moral meiner Mannschaft. Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt. Es war aber auch nicht notwendig, 0:2 in Rückstand zu liegen. Fehler passieren eben. Wir haben dann 45 Minuten Zeit gehabt, das Ergebnis zu reparieren. Das ist uns dann Gott sei Dank gelungen."

Austria Wien – SV Mattersburg:

Thorsten Fink (Austria-Trainer): "Natürlich sind uns der Elfer und die Überzahl entgegengekommen. Wir wollten auch nach vorne spielen und dem Gegner zeigen, dass das ein anderes Team als noch in der letzten Saison ist. Nach dem 1:0 haben wir aber nicht so agiert, wie ich mir das vorgestellt habe. Wir haben einen Gang runter geschalten und auch deswegen das 1:1 bekommen. Aber was soll ich sagen, wir haben in den richtigen Augenblicken die Tore gemacht."

Ivica Vastic (Mattersburg-Trainer): "Leider sind wir mit dem Elfer bestraft worden und haben mit einem Mann weniger spielen müssen. Das hat die Sache nicht leichter gemacht. Aber wir haben den Ausgleich gemacht und auch nach dem 2:1 einige Chancen gehabt. Wir sind weite Wege gegangen und haben nicht viel zugelassen. Das hat Kraft und Konzentration gekostet."

RB Salzburg – Altach:

Peter Zeidler (Salzburg-Trainer): "Ein Spiel, das man in mehrere Teile unterteilen muss. Die ersten 15 Minuten waren toll. Wir hatten die Möglichkeiten auf das zweite Tor. Dann war nicht mehr die nötige Ruhe im Spiel, was auch physisch und mental bedingt ist. Physisch und mental war die Mannschaft heute nicht voll auf der Höhe, bedingt auch durch die vielen Spiele. Trotzdem kann man auf diesen Sieg aufbauen, der ist sehr viel Wert. Aber es gilt, noch sehr viel zu arbeiten. Wir haben heute nicht irgendeine Mannschaft geschlagen, sondern Altach, die zuletzt 4:1 in Portugal gewonnen haben. Ich habe auch keine zweite Mannschaft von Altach gesehen. Die muss man erst einmal schlagen."

Martin Hinteregger (Salzburg-Abwehrspieler): "Es war ein enorm wichtiger Sieg für unser Selbstvertrauen, denn so fertig war ich schon lange nicht mehr. Es war ein extrem hartes Stück Arbeit. Wir mussten heute um jeden Zentimeter kämpfen."

Damir Canadi (Altach-Trainer): "Wir haben das Spiel in den ersten 25 Minuten verloren. Wir haben keine Zweikämpfe angenommen. Es war keine Ordnung im Spiel, aber der Gegner hat auch in dieser Phase überragend gespielt. Wir sind an den Grundtugenden des Fußballs gescheitert. Mit der zweiten Hälfte bin ich aber zufrieden. Wir haben das Spiel in den Griff bekommen, es hat aber der letzte Pass gefehlt. Die Bälle wurden nicht genug zu Ende gespielt. Summa summarum waren 70 Minuten in Ordnung. Hier müssen es aber 90 Minuten sein, um etwas mitzunehmen."

Admira – Ried:

Ernst Baumeister (Admira-Wacker-Mödling-Trainer): "Die ersten zwei Chancen waren gleich Tore. Der Spielverlauf war nicht so eindeutig, aber wenn man einen Lauf hat, dann macht man eben die Tore. Nach dem 3:0 waren wir nicht zufrieden, weil wir unsere Konter nicht so gut gespielt haben. Da haben wir uns selber das Leben schwer gemacht. Wir haben schon bessere Partien gespielt als heute. Wir haben jetzt einen schönen Polster, auf dem dürfen wir uns aber nicht ausruhen."

Helgi Kolvidsson (Ried-Trainer): "Wir waren gut vorbereitet, völlig fokussiert auf das Match, und dann kriegen wir nach sieben Minuten das erste Tor. Im Anschluss waren wir wie gelähmt, verunsichert und die Admira hat mit ihrer zweiten Aktion das 2:0 gemacht. Zur Pause haben wir uns vorgenommen, noch einmal alles zu probieren, haben aber sofort mit dem 0:3 einen Nackenschlag bekommen. Nach unserem Tor haben wir noch zwei Möglichkeiten gehabt, da hätten wir mit Glück das Spiel vielleicht noch drehen können. Das Ganze ist eine große Kopfgeschichte. Der Druck auf meine Person ist natürlich größer geworden."

WAC – Grödig:

Dietmar Kühbauer (WAC-Trainer): "Die drei Punkte sind daheim. Es ist sicher ein großer Druck von der Mannschaft gefallen. Obwohl es nicht das beste Spiel war, es war auch aufgrund der Schiedsrichter-Leistung sehr zerfahren, ziehe ich den Hut vor der Mannschaft. Ich bin echt happy, dass wir jetzt wieder einmal eine Woche ausspannen und uns auf den nächsten Gegner vorbereiten können."

Peter Schöttel (Grödig-Trainer): "Die ersten 20 Minuten waren natürlich gut. Der Spielverlauf war gut, wir haben schöne Tore erzielt. Nur haben wir dann in 15 Minuten drei Tore bekommen, wo wir wieder ungeordnet waren. In der zweiten Hälfte war es ein offener Schlagabtausch. Wir waren zwar ein Mann weniger, das hat man trotzdem nicht gemerkt. Ich kann ihnen nicht viel vorwerfen, außer dass wir in dieser Phase in der ersten Hälfte viel zu sorglos Fußball spielen." (APA, 15.8.2015)

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