Nordkorea droht mit Beschuss von südkoreanischen Lautsprechern

15. August 2015, 10:25
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Wenn wieder aufgenommene Propaganda-Beschallung nicht gestoppt wird

Seoul – Nach der Wiederaufnahme von Propaganda-Durchsagen durch Südkorea an der Grenzlinie hat Nordkorea mit dem Beschuss der Lautsprecheranlagen gedroht. Das Frontkommando der Volksarmee forderte Südkorea am Samstag auf, die Beschallungsaktion sofort zu stoppen.

Nordkorea werde sonst "eine Militäraktion starten, um alle Mittel der anti-nordkoreanischen psychologischen Kriegsführung zu zerstören", wurde das Kommando von den staatlichen Medien zitiert. Die Durchsagen kämen einer Kriegserklärung gleich.

Landminen-Vorfall

Südkorea reagierte mit der Wiederaufnahme der Durchsagen nach elfjähriger Unterbrechung auf die schwere Verletzung von zwei seiner Soldaten durch die Explosion von mutmaßlich nordkoreanischen Landminen. Südkorea wirft der Volksarmee vor, die Minen im südlichen Teil der entmilitarisierten Zone (DMZ) zwischen beiden Ländern vergraben zu haben. Das stalinistische Regime in Pjöngjang bestreitet das.

Nordkorea reagiert auf Propaganda, die sich gegen das Regime richtet, in der Regel sehr empfindlich. Am Freitag hatte das Land gedroht, Südkorea in ein "Meer aus Feuer" zu verwandeln, wenn Propaganda-Flugblattaktionen durch private südkoreanische Organisationen nicht gestoppt würden. Die Gruppen benutzen dabei Ballons, um die Flugblätter über die Grenze zu schicken. (APA, 15.8.2015)

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