Foda sieht eine Chance gegen Rapid

16. August 2015, 14:11
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Grazer fühlen sich nach dem 2:0 beim WAC bereit für das Duell mit dem Tabellenführer, der versucht, auf dem Boden zu bleiben

Wolfsberg/Graz – Sturm Graz hat sich mit einem 2:0-Sieg beim WAC auf Platz zwei der Bundesliga vorgeschoben. Im nächsten Match am Sonntag kommt es nun zum großen Schlager gegen Tabellenführer Rapid, der nach dem 5:2-Triumph im Wiener Derby bei der Austria beim Punktemaximum von zwölf Zählern hält. "Rapid ist derzeit sehr stark, aber wir werden sicher unsere Chancen haben", glaubt Sturm-Coach Franco Foda.

Auch sein Kapitän Michael Madl richtete bereits unmittelbar nach dem WAC-Match den Fokus auf das Heimspiel gegen die Hütteldorfer. "In den ersten beiden Partien hat es noch nicht so gepasst, aber jetzt sind wir richtig in Tritt gekommen, jetzt kann Rapid kommen", meinte der Verteidiger. Nach den ersten beiden 1:1-Heimremis gegen die Admira, die nun nach vier Runden ebenfalls noch ungeschlagen und punktegleich mit den Grazern ist, und Grödig feierte Sturm zuletzt mit dem 1:0 in Altach und dem 2:0 am Mittwochabend in Wolfsberg zwei Auswärtserfolge.

"Der Saisonstart ist gut, nicht mehr und nicht weniger. Wir sind nach den beiden Remis ruhig geblieben, genauso werden wir es nach den beiden Siegen sein", sagte Foda gewohnt nüchtern. Gleichzeitig sprach der 49-jährige Deutsche von einem "extrem wichtigen Sieg" gegen den WAC. Vor allem im Hinblick auf das Rapid-Match, das wohl wie schon zuletzt am 3. Mai beim 2:2 in einer mit 15.300 Zuschauern ausverkauften UPC-Arena stattfinden dürfte.

Vor dieser Kulisse will vor allem der immer besser in Form kommende Donis Avdijaj, der das 2:0 gegen den WAC erzielte, glänzen. "Wir haben viel Aufwand betrieben in den letzten Wochen und sind sehr froh, diesen Aufschwung vom Spiel gegen Altach hier nach Wolfsberg mitgenommen zu haben. Wir sind jetzt positiv gestartet und wollen am Sonntag gegen Rapid gewinnen. Wir sind zu 100 Prozent bereit, Rapid kann sich auf etwas gefasst machen", betonte der Leihspieler von Schalke 04, der am 25. August seinen 19. Geburtstag feiert.

Generalprobe für Grün-Weiß

Für Rapid ist das Match in Graz gleichzeitig die Generalprobe vor dem Hinspiel des Champions-League-Play-offs gegen Schachtar Donezk am Mittwoch. "Es wäre natürlich eine perfekte Woche, wenn wir das Spiel auch noch gewinnen würden", meinte Hofmann über das Gastspiel beim ersten Verfolger. Zu viel Lobhudelei wollte er nicht hören: "Wir sind froh, dass wir einen richtig tollen Start hingelegt haben. Aber die Meisterschaft war selten am vierten Spieltag erledigt."

Rapid-Coach Zoran Barisic wird in Graz erneut rotieren, nachdem er gegen die Austria im Vergleich zum WAC-Spiel sechs Neue in die Start-Elf beordert hatte. Bis dato ging die Rechnung auf. "Wir haben noch viele Spiele vor uns, die sehr viel Energie kosten. Jeder Spieler ist bei uns ein wichtiger Bestandteil des Teams", erklärte Barisic. Wichtig sei es, die Balance in der Mannschaft zu wahren. Fast wie eine Kampfansage an die Konkurrenz klang dann noch das abschließende Statement von Barisic: "Es ist noch sehr viel Luft nach oben. Aber wir bleiben mit beiden Beinen am Boden." (APA, 14.8.2015)

SK Sturm Graz – SK Rapid Wien (Sonntag, 16.30 Uhr/live ORF eins, Graz, UPC-Arena, SR Muckenhammer). Saisonergebnisse 2014/15: 1:1 (a), 1:3 (h), 0:1 (a), 2:2 (h)

Sturm: Esser – Ehrenreich, Madl, Kamavuaka/Spendlhofer, Potzmann – Piesinger, Hadzic – Schick, Avdijaj, Dobras – Tadic

Ersatz: Schützenauer – Schoissengeyr, Schmerböck, Offenbacher, Gruber, Edomwonyi, Kienast, Horvath

Es fehlen: Lykogiannis, Klem (beide Muskeleinriss Oberschenkel), Gratzei, M. Stankovic, Schnaderbeck (jeweils im Aufbautraining)

Rapid: Novota – Auer, Sonnleitner, M. Hofmann, Stangl – Grahovac, Schwab – Huspek, Schaub, F. Kainz – Beric

Ersatz: Strebinger – Schimpelsberger, Dibon, Petsos, Nutz, S. Hofmann, Schobesberger, Alar, Prosenik

Es fehlen: Schrammel, Kuen (beide Kreuzbandriss), Tomi (Muskelverletzung)

  • Franco Foda will mit Sturm den Rapid-Express stoppen.
    foto: apa/erwin scheriau

    Franco Foda will mit Sturm den Rapid-Express stoppen.

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