Gute Woche – Schlechte Woche: Ventilatoren, Eis und Hirn

14. August 2015, 17:00
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Gute Woche

Mit 59 km/h pro Sekunde sind die Tränen des Laurentius ziemlich flott unterwegs. Der Meteorstrom der Perseiden heißt so, weil sein jährliches Erscheinen mit dem Fest des Heiligen Laurentius am 10. August zusammenfällt.

foto: dpa

Der auch als Schutzpatron der Köche fungierende Heilige erlitt sein Martyrium übrigens auf einem glühenden Rost. Wenn man es witzemäßig billig gibt, weil es für gescheite Gedanken draußen noch immer viel zu heiß ist, kann man das als pfiffige Überleitung bezeichnen.

foto: apa

Glückwunsch also an alle Händler von Ventilatoren. Diese sind so gut wie ausverkauft. Die sonst als Staubfänger im Abstellraum verrottenden Geräte, die grundsätzlich schon nach dem dritten Mal Einschalten nervende Rotorgeräusche machen, können 30 Grad warme Wohnungsluft wirklich toll umwirbeln.

Schlechte Woche

Als Anwärter auf jenen Körperteil, der von allen Bestandteilen des menschlichen Körpers definitiv die schlechteste Woche hatte, drängt sich natürlich das arme, arme Gehirn auf. Außen kann man duschen, innen schön mit Eiswürfeln eine Sommergastritis vorbereiten. Beim Hirn hilft das alles nichts. Man hat das Gefühl, Teil eines bizarren Kochexperiments zu sein.

In dessen Rahmen wird der Inhalt des menschlichen Schädels mittels der von Johanna Maier populär gemachten Niedergarmethode langsam weichgeschmurgelt. Man verliert jeden Plan und jede Erinnerung. Wenn man sich von etwas wegdreht, hat man es schon vergessen. Wenn man nachschaut, was man gerade vergessen hat, sieht man das gerade Vergessene völlig neu und zum ersten Mal. Ähm, was war gerade das Thema? (schach, 13.8.2015)

foto: corn
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