Sechs Todesurteile nach Schulmassaker in Peshawar

13. August 2015, 17:05
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Bei Taliban-Angriff in Pakistan waren 151 Menschen getötet worden

Islamabad – Acht Monate nach dem Schulmassaker im pakistanischen Peshawar sind sechs Extremisten im Zusammenhang mit dem Blutbad zum Tode verurteilt worden. Die Urteile wurden von Militärgerichten gefällt, die nach der Attacke mit 151 Toten eingerichtet worden waren.

"Heute wurden die Urteile vom Militärstabschef bestätigt", teilten die Streitkräfte am Donnerstag mit. Ein siebenter Mann habe eine lebenslange Haftstrafe erhalten.

Vergeltung für Offensive

Islamistische Extremisten hatten am 16. Dezember die öffentliche Militärschule von Peshawar angegriffen, ihre meisten Opfer waren Schüler. Es war der bisher tödlichste Terroranschlag in dem Land. Die radikalislamischen Taliban übernahmen die Verantwortung und erklärten damals, es handle sich um Vergeltung für die Offensive der Streitkräfte gegen Islamisten in den abgelegenen Stammesgebieten.

Als Reaktion auf das Massaker verstärkte die Regierung den Kampf gegen Extremisten. Und sie hob nach sechs Jahren ein Moratorium für die Todesstrafe wieder auf. Zunächst sollten nur wegen Terrorvorwürfen verurteilte Häftlinge hingerichtet werden. Inzwischen werden aber auch Menschen exekutiert, die wegen anderer Verbrechen zum Tode verurteilt worden sind. (APA, 13.8.2015)

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