Wiener Staatsoper: Kinderzelt am Dach wurde abgebaut

13. August 2015, 14:37
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Anlage am Donnerstag entfernt – Stand seit 1999 auf dem Haus am Ring

Wien – Für viele Architekturliebhaber wird es das erste Mal sein, dass sie die Fassade der Wiener Staatsoper in Gänze sehen können: Das Kinderzelt am Dach des Hauses ist nach 16 Jahren Geschichte. Am Donnerstag wurde die einstige Spielstätte für den Opernnachwuchs fachmännisch entsorgt, womit der Blick auf das Opernhaus am Ring wieder frei ist.

Eingeweiht wurde das Zelt am 19. September 1999 auf Betreiben des damaligen Staatsoperndirektors Ioan Holender. Es bot rund 140 kleinen oder großen Zuschauern Platz. Eröffnet wurde es damals mit Wilfried Hillers "Das Traumfresserchen". Die letzte Premiere fand im April mit Albert Lortzings "Undine" statt. Seinen letzten großen Auftritt hatte das Zelt als Plakatträger für die große "Mission: Impossible"-Premiere in der Staatsoper.

Bedenken des Denkmalschutzes

Hintergrund des Abbaus sind nicht zuletzt Bedenken des Denkmalschutzes. Der Nachwuchs muss aber auch künftig nicht auf Kinderopern verzichten. Die Staatsoper hat – zumindest für die kommenden zwei Jahre – das einstige Stadttheater Walfischgasse um die Ecke des Hauses angemietet.

Der interimistische Geschäftsführer der Bundestheater, Günter Rhomberg, hatte die Entscheidung gegenüber dem "Kurier" kritisiert, da diese teurer sei als eine von ihm gewünschte Mitbenutzung des Kasinos am Schwarzenbergplatz. (APA, 13.8.2015)

  • Seit Donnerstag kann das Dach der Wiener Staatsoper wieder atmen.
    foto: apa/georg hochmuth

    Seit Donnerstag kann das Dach der Wiener Staatsoper wieder atmen.

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