Telekom-Mutter America Movil will Umsatzanteil in Europa verdoppeln

13. August 2015, 12:37
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inanzchef: Über die Telekom in Osteuropa im Festnetz wachsen

Die mexikanische America Movil, Konzernmutter der teilstaatlichen Telekom Austria, will den Anteil seines in Europa erwirtschafteten Umsatzes in den nächsten Jahren verdoppeln. Vor allem in Osteuropa will der vom Milliardär Carlos Slim kontrollierte Konzern wachsen. Für Osteuropa zuständig ist die Telekom, an der Slim 59,7 und Österreich über die Staatsholding ÖBIB 28,42 Prozent hält.

Spekulationen

Zuletzt war darüber spekuliert worden, dass für die Expansion eine Kapitalerhöhung bei der Telekom notwendig sei. Sowohl die Mexikaner als auch das für die Verwaltung des Staatsanteils zuständige Finanzministerium geben sich dazu bedeckt. Jedenfalls meinte nun Finanzvorstand Carlos Garcia Moreno über die Telekom gebe es Wachstumsmöglichkeiten.

Derzeit macht der mexikanische Konzern weniger als sieben Prozent seines Umsatzes in Europa. Bis 2020 könne dieser Anteil auf 15 Prozent zulegen. Im Hauptmarkt Mexiko sieht sich die Firma mit strengeren Regulierungsbestimmungen konfrontiert. In Brasilien bremst die schwache Wirtschaftslage das Geschäft, und außerdem zeichnet sich ein stärkerer Konkurrenzkampf mit dem Rivalen AT&T ab.

Festnetz

In Osteuropa wolle America Movil vor allem in das Festnetz investieren, das in dem Mobilfunk-Boom der vergangenen Jahre vernachlässigt worden sei. Damit könne der Konzern seinen Erfolg von Lateinamerika wiederholen, zeigte sich der Finanzchef optimistisch. "In diesem Prozess könnte es auch Akquisitionen geben." Welche Firmen America Movil für Zukäufe im Auge hat, sagte Garcia Moreno allerdings nicht. Chancen dafür seien rar.

Die Telekom Austria hat ihre Expansion in Osteuropa bisher auf den Mobilfunkmarkt fokusiert. Sie ist in den Ländern Bulgarien, Kroatien, Weißrussland, Slowenien, Serbien, Mazedonien und Liechtenstein vertreten. Aktuell läuft eine Bieterschlacht um die serbische Telekom Srbija. Ob sich die Telekom daran beteiligt, verrät sie nicht. (APA, 13.8. 2015)

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