Jaeger-LeCoultre: Das Kaliber immer schön flach halten

20. August 2015, 12:23
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Bei dünnen Uhren gibt es seit Jahren einen Wettlauf unter den Herstellern. Nur wenige sind hier ähnlich kompetent wie Jaeger-LeCoultre

Seit über einem Jahrhundert widmet sich die Manufaktur Jaeger-LeCoultre der Entwicklung extraflacher Uhrwerke. Aushängeschild dieser Anstrengungen ist die Line Master Ultra Thin, die neben extraflachen Kalibern auch mit ihrem minimalistischen Auftreten positiv auffällt. Heuer präsentiert die Luxusuhrenmarke drei neue Varianten aus der Kollektion.

Da ist zum einen die Master Ultra Thin Tourbillon, der man anstelle von Rotgold nun ein Gehäuse aus dezenterem Weißgold verpasst hat. Blickfang ist selbstverständlich das Tourbillon bei 6 Uhr. Diese Komplikation hat zwar an praktischen Nutzen (der Aufhebung der negativen Auswirkung der Schwerkraft auf das Regelorgan und damit auf die Präzision des Zeitmessers) verloren, zeigt aber die Kompetenz des Hauses, was raffinierte Technik angeht.

foto: jaeger-lecoultre
Weißgold, Tourbillon, Manufakturwerk, 11,3 Millimeter dünn: Für 70.500 Euro kann man sich das Wunderwerk ans Handgelenk legen.

So ist der Tourbillonkäfig aus Titan gefertigt und wiegt federleichte 0,33 Gramm. Was sich umgehend positiv auswirkt, weil sich dadurch die vom Federhaus benötigte Energie reduziert, dessen Aufzug über einen auf Keramikkugeln befestigten Rotor funktioniert. Der Saphirglasboden lässt einen Blick auf das Kaliber Jaeger-LeCoultre 982 zu. Der Gehäusedurchmesser beträgt angenehme 40 Millimeter bei einer Höhe von gerade einmal 11,3 Millimetern.

Schwarzes Schaf der Familie

Weniger kompliziert kommt die Master Ultra Thin Moon daher. Sie bricht mit ihrem schwarzen Antlitz deutlich mit den bei Jaeger-LeCoultre üblichen weißen oder hellgrauen Nuancen der Zifferblätter. Sie bleibt aber schlicht und elegant. Der goldene Mond darf sich auf einer tiefblauen Scheibe entfalten, das konzentrische Datum lässt die Mondphase gut zur Geltung kommen.

foto: jaeger-lecoultre
Die Master Ultra Thin Moon kostet 8.600 Euro.

In der Master Ultra Thin Moon tickt das Kaliber Jaeger-LeCoultre Kaliber 925, ein Automatikkaliber, das nur 4,9 Millimeter hoch ist. Das Edelstahlgehäuse hat einen Durchmesser von 39 Millimeter.

foto: jaeger-lecoultre
Das diskreteste Mitglied der Familie besitzt ein Datum und kostet 7.500 Euro.

Wir nähern uns dem "simpelsten" und diskretesten Mitglied der Kollektion, der Master Ultra Thin Date. In ihr tickt das Automatikkaliber Jaeger-LeCoultre 899, zu bewundern durch den obligaten Saphirglasboden. Das Datum wurde bei 6 Uhr platziert. Das Gehäuse besteht aus Edelstahl, hat einen Durchmesser von 40 Millimetern, bei einer Höhe von schwindelerregenden 7,45 Millimeter. Ein Traummaß für eine ultradünne Uhr. (Markus Böhm, 20.8.2015)

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