Unruhen in Ferguson: Notstand verlängert

13. August 2015, 08:38
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Lage nach Protesten gegen Polizeigewalt hat sich aber beruhigt

Ferguson – Nach der erneuten Gewalt in der US-Kleinstadt Ferguson ist der Ausnahmezustand vorsichtshalber verlängert worden. Obwohl der Dienstagabend ruhig verlaufen sei und es keine neuen Festnahmen gegeben habe, werde der Ausnahmezustand bis Donnerstag verlängert, teilte der Bezirk St. Louis am Mittwoch mit.

Die Kleinstadt Ferguson im Staat Missouri hatte am Sonntag an die tödlichen Schüsse eines weißen Polizisten auf den schwarzen Jugendlichen Michael Brown vor einem Jahr erinnert. In der Nacht auf Montag schlug das friedliche Gedenken in Gewalt um. Es gab eine Schießerei, bei der sich nach Polizeiangaben keine Demonstranten, sondern Kriminelle gegenüberstanden. Daraufhin soll der 18-jährige Schwarze Tyrone H. auf Polizisten in Zivil geschossen haben, die zurückfeuerten und den Jugendlichen schwer verletzten. Die Bezirksbehörden verhängten als Reaktion am Montag den Ausnahmezustand.

Brown war am 9. August 2014 nach einem Handgemenge von dem weißen Polizisten Darren Wilson mit mehreren Schüssen getötet worden. Wilson wurde nicht angeklagt, obwohl der Jugendliche unbewaffnet war. An dem Fall entzündete sich eine landesweite Debatte über Rassismus und Polizeigewalt. Vielerorts gab es Proteste, die mitunter in Gewalt ausarteten. (APA, 13.8.2015)

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