Altach schickt Mattersburg ohne Punkte heim

12. August 2015, 22:33
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Vorarlberger geben mit einem 3:1 gegen die Burgenländer die Rote Laterne ab

Altach – Der SCR Altach hat am Mittwoch nach drei Niederlagen den ersten Sieg in der laufenden Saison der Fußball-Bundesliga eingefahren. Im Duell der Aufsteiger der vergangenen beiden Jahre setzten sich die Vorarlberger in der Cashpoint-Arena 3:1 (2:0) gegen den SV Mattersburg durch. Altach verließ damit das Tabellenende und verbesserte sich auf Platz acht, Mattersburg rangiert auf Platz fünf.

Altach zeigte sich im Vergleich zu den vorangegangenen Liga-Partien stark verbessert. Die Canadi-Elf präsentierte sich nach vorne konzentriert und clever, zeigte dabei einige schöne Kombinationen und erarbeitete sich eine Vielzahl an Chancen. Die Mattersburger konnten sich glücklich schätzen, dass es zur Pause durch Boris Prokopic (32.) und Alexander Pöllhuber (41.) nur 2:0 stand.

In Hälfte zwei waren die Burgenländer die klar bessere Mannschaft. Nach dem Anschlusstreffer von Florian Templ (63.) wurde es noch einmal richtig spannend, Patrick Seeger (83.) erlöste dann aber seine Mannschaft mit dem 3:1 aus einem Konter.

Das Heimteam startete furios, hätte schon nach 45 Sekunden in Führung gehen können. Doch SVM-Torhüter Markus Kuster konnte den Schuss des schnellen Juan Barrera konnte gerade noch zur Ecke abwehren. Anschließend klärte Thorsten Mahrer bei einem Kopfball von Prokopic auf der Linie. In der 13. Minute prüfte Kapitän Philipp Netzer Kuster mit einem wuchtigen Distanzschuss, zwei Minuten darauf fehlten Hannes Aigner nach Seeger-Stanglpass nur Zentimeter.

Mattersburg war gegenüber dem 4:1-Heimsieg am vergangenen Samstag gegen die SV Ried nicht wiederzuerkennen. Die Burgenländer fanden gegen die bissigen Vorarlberger offensiv praktisch nicht statt. Ein Flachschuss von Sven Sprangler in der dritten Minute war bis dahin die einzige nennenswerte Aktion gewesen.

Nach etwa 25 Minuten verringerte Altach die Schlagzahl, blieb aber das dominierende Team. Die Führung durch Prokopic per Kopf nach Corner von Andreas Lienhart kam zu diesem Zeitpunkt daher etwas überraschend, aber keineswegs unverdient. Kurz vor der Pause legte Pöllhuber, der für Cesar Ortiz in die Mannschaft rückte, das 2:0 nach. Nach einem Freistoß von links konnte Kuster erst noch klären, gegen den wuchtigen Schuss des Innenverteidigers von der Mitte des Strafraums hatte er jedoch keine Chance.

Mattersburg hatte vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Gerhard Grobelnik durch Stürmer Templ noch eine Möglichkeit. Beim Schuss des 26-Jährigen musste Goalie Andreas Lukse erstmals entscheidend eingreifen.

Nach der Pause brachte Trainer Ivica Vastic Michael Perlak und Thorsten Röcher für Sprangler und den unauffälligen Mario Grgic, am Samstag noch Doppelpack-Schütze gegen Ried. Vor allem Perlak hatte entscheidenden Anteil daran, dass der Aufsteiger nach vorne nun viel aggressiver und mutiger agierte. Hochkarätige Chancen schauten vorerst jedoch nicht heraus.

In der 63. Minute aber bezwang Templ Lukse nach idealer Vorlage von Nedeljko Malic mit einem blitzschnellen Abschluss in die linke untere Ecke. Was folgte, war ein harter Fight mit Chancen auf beiden Seiten. Prokopic versuchte es in der 68. Minute aus der Distanz, auf der anderen Seite rettete Lukse nach Perlak-Lupfer in höchster Not vor Malic. In der 79. Minute war Karim Onisiwo nahe an seinem ersten Bundesliga-Treffer.

Mattersburg warf jetzt alles nach vorne, Altach verlegte sich immer mehr auf Konter. Den besten davon schloss Seeger in der 83. Minute souverän ab. Danach prüfte Onisiwo, der im Finish richtig in Schwung kam, noch einmal Lukse. Und in der 90. Minute schoss Templ Benedikt Zech an, nachdem Lukse schon geschlagen war. Am Resultat änderte sich somit nichts mehr. (APA, 12.8.2015)

SCR Altach – SV Mattersburg 3:1 (2:0)
Altach, Cashpoint Arena, 4.864, SR Grobelnik.

Tore:
1:0 (32.) Prokopic
2:0 (41.) Pöllhuber
2:1 (63.) Templ
3:1 (83.) Seeger

Altach: Lukse – Lienhart, Pöllhuber, Zwischenbrugger (66. Ortiz), Zech – Ngwat-Mahop, Prokopic, Netzer, Barrera (74. Salomon) – Seeger, Aigner (66. Roth)

Mattersburg: Kuster – Höller (77. Doleschal), Malic, Mahrer, Prietl – Jano – Farkas, Sprangler (46. Perlak), Grgic (46. Röcher), Onisiwo – Templ

Gelbe Karten: Aigner, Seeger, Roth bzw. Mahrer, Doleschal

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