Linguist will Rätsel um Sprachen in "Gullivers Reisen" gelöst haben

13. August 2015, 07:00
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Fantasiesprachen in jahrhundertealtem Roman sollen dem Hebräischen entstammen

Houston – Wovon wurden die Fantasiesprachen in "Gullivers Reisen", dem berühmten satirischen Roman von Jonathan Swift (1668–1745), inspiriert? Der Science-Fiction-Autor Isaac Asimov bezeichnete es 1980 als reine Zeitverschwendung, Bedeutungsgehalte in dem "Unsinn" entdecken zu wollen.

Irving Rothman von der University of Houston widerspricht ihm nun und will die Lösung gefunden haben: Die mysteriösen Ausdrücke seien rekonstruierbare Variationen des Hebräischen, das Swift am Trinity College in Dublin studiert habe.

So könne zum Beispiel der Ausdruck "Borach Mivola", den die Bewohner von Liliput Gulliver zurufen, nachdem er zwei Fässer Wein getrunken hat, den hebräischen Worten Boruch und Mivolim entstammen – und so viel wie "selige Niederlage" bedeuten.

Das Alphabet in der Sprache von Brobdingnag wiederum, dem Land der Riesen, umfasse ebenso wie das hebräische Alphabet nur 22 Buchstaben. (dare, 13.8.2015)

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