Spaltung bei Rebellen im Südsudan

12. August 2015, 16:44
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Gespräche über neuen Friedensplan in Äthiopien

Juba – Während die südsudanesischen Konfliktparteien in Äthiopien um einen Friedensplan ringen, haben sich mehrere Rebellenkommandanten des ostafrikanischen Landes von ihrem Anführer Riek Machar losgesagt. "Wir, die Generäle, haben das Vertrauen (in Machar) verloren", hieß es in einer am Mittwoch in lokalen Medien verbreiteten Mitteilung des südsudanesischen Rebellenführers Peter Gadet.

Der erst 2011 unabhängig gewordene Südsudan versinkt in blutiger Gewalt, seit im Dezember 2013 ein politischer Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem Ex-Stellvertreter Machar eskalierte. Derzeit diskutieren Vertreter beider Seiten in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba über einen neuen Friedensplan der Ostafrikanischen Staatengemeinschaft IGAD, in dem es vor allem um die künftige Machtaufteilung im Südsudan geht. Kiir und Machar haben bis zum 17. August Zeit, eine Vereinbarung zu unterzeichnen. Andernfalls drohen Sanktionen.

"Symbole für Hass und Konflikt"

Gadet erklärte, die abtrünnigen Rebellen würden eine solche Vereinbarung nicht anerkennen. Kiir und Machar seien zu "Symbolen für Hass und Konflikt geworden". Wie viele Rebellen von Gadet und den anderen Anführern kommandiert werden, ist unklar.

Im Südsudan sind bereits zwei Millionen Menschen auf der Flucht. Zehntausende sind bei größtenteils ethnisch motivierten Angriffen getötet worden. (APA, 12.8.2015)

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