So sieht Lichtverschmutzung aus dem Weltraum aus

13. August 2015, 18:44
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Im Projekt "Cities at Night" werden auf der ISS gemachte Nachtaufnahmen der Erdoberfläche zu einem Gesamtbild vereinigt

2012 wurde auf der Internationalen Weltraumstation das "NightPod"-Aufnahmegerät installiert, das durch die Eigenbewegung der ISS entstehende Bildunschärfen kompensiert. Seitdem macht die Crew systematisch Nachtaufnahmen der Erdoberfläche.

Nun haben Wissenschafter auf diese aus einer einzigartigen Perspektive aufgenommenen Bilder zurückgegriffen, um den Anstieg der weltweiten Lichtverschmutzung zu messen. Die Zunahme an künstlicher Beleuchtung, die auch noch oben abstrahlt, versperrt nämlich nicht nur Astronomen in Ballungsräumen den Blick auf den Sternenhimmel. Die Lichtverschmutzung beeinflusst auch die innere Uhr von Menschen und Tieren sowie den Wachstumszyklus von Pflanzen und stört die Navigation von Insekten oder Vögeln.

Im Projekt "Cities at Night" wollen Forscher der Universidad Complutense de Madrid, Spain und der kanadischen Cégep de Sherbrooke zusammen mit der Öffentlichkeit eine farbige Weltkarte der nächtlichen Erde erstellen. In der Galerie des Projekts kann man sich bereits durch zahlreiche Aufnahmen klicken.

--> "Cities at Night" (mit Galerie)

--> Die erste Karte

--> Light pollution citizen science project

--> Crowdfunding-Kampagne zur Weiterführung des Projekts

(red, 13. 8. 2015)

  • Mailand von oben:  Dieses Foto der Astronautin Samantha Cristoforetti zeigt, wie sich Beleutchtungswechsel auswirken können. Im heller scheinenden Zentrum Mailands ist man auf LEDs umgestiegen. Im Vergleich zur Peripherie ist ist hier auch der Anteil blauen Lichts deutlich höher.
    foto: nasa/esa

    Mailand von oben: Dieses Foto der Astronautin Samantha Cristoforetti zeigt, wie sich Beleutchtungswechsel auswirken können. Im heller scheinenden Zentrum Mailands ist man auf LEDs umgestiegen. Im Vergleich zur Peripherie ist ist hier auch der Anteil blauen Lichts deutlich höher.

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