662 Millionen Euro für halben "Economist": Agnelli stockt auf

12. August 2015, 12:50
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50-Prozent-Anteil für 661,7 Millionen Euro verkauft

London – Der Deal ist fixiert: Die italienische Industriellenfamilie Agnelli stockt – wie berichtet – ihren Anteil am "Economist" auf und wird damit größter Einzelaktionär des britischen Traditionsmagazins. Pearson steigt aus und bekommt für seine 50 Prozent insgesamt 662 Millionen Euro.

Drei Wochen nach dem Verkauf der berühmten britischen Wirtschaftszeitung "Financial Times" kehrt der britische Pearson-Verlag auch dem traditionsreichen Wirtschaftsmagazin "The Economist" den Rücken. Pearson verkaufte am Mittwoch für 469 Millionen Pfund (661,7 Millionen Euro) seinen 50-Prozent-Anteil an der Economist-Gruppe, zu der neben dem Magazin unter anderem auch noch ein Forschungsinstitut gehört.

Einen Teil kaufte die Economist-Gruppe selbst, wie Pearson mitteilte. Zudem stockte die italienische Industriellenfamilie Agnelli über ihre Investmentfirma Exor ihre Beteiligung auf.

Exor kaufte insgesamt Anteile für 287 Millionen Pfund und hält nach eigenen Angaben nun 43,4 Prozent des Kapitals der Economist-Gruppe, an der zudem noch Großfamilien, frühere und heutige Mitarbeiter beteiligt sind. Die Economist-Gruppe selbst investierte 182 Millionen Pfund. Pearson hat sich mittlerweile auf Schulbücher und andere Bildungsmaterialien spezialisiert – der Verlag will sich künftig auf dieses Kerngeschäft konzentrieren.

Das Wirtschaftsmagazin "The Economist" war 1843 vom schottischen Huthersteller James Wilson ins Leben gerufen worden. Es erscheint jeden Freitag mit einer Auflage von mehr als 1,4 Millionen Exemplaren. Vier Fünftel davon werden im Ausland verkauft, vor allem in den USA. Das Magazin befasst sich mit aktuellen politischen und wirtschaftlichen Themen rund um den Globus. (APA/AFP, 12.8.2015)

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