BMW plant derzeit keine Schritte gegen Google wegen Marke Alphabet

12. August 2015, 08:03
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Deutscher Autokonzern betrug unter dieser Bezeichnung Pkw-Flotten anderer Unternehmen

Der deutsche Autobauer BMW sieht die Schaffung eines neuen Mutterkonzern namens Alphabet für Google gelassen. Die gleichnamige BMW-Tochter betreut unter dieser Marke Pkw-Flotten anderer Unternehmen. "Wir werden prüfen, ob es markenrechtliche Implikationen gibt", sagte eine BMW-Sprecherin am Dienstag. Rechtliche Schritte gegen Google seien derzeit jedoch nicht vorgesehen.

Eine Verletzung von Markenrechten läge vor, wenn eine Verwechslungsgefahr zwischen den beiden Unternehmen besteht. Das scheint jedoch unwahrscheinlich, da Google unter seiner neuen Holding namens Alphabet keine Produkte oder Dienstleistungen anbieten will. Sollte sich das eines Tages ändern, drohen dem Internetkonzern Auseinandersetzungen mit zahlreichen Unternehmen. Allein in den USA ist das Wort "Alphabet" oder eine Abwandlung davon 103 Mal als Marke registriert.

Nachdem Google seinen großen Konzernumbau mit der neuen Dachgesellschaft Alphabet ankündigte, hatten am Dienstag viele Internet-Nutzer die Website unter der Adresse Alphabet.com gesucht. Die gehört jedoch einer Tochter des deutschen Autobauers BMW. Die Firma, die ebenfalls Alphabet heißt, ist auf Mobilitätslösungen für Unternehmen spezialisiert und bietet unter anderem Fuhrparkservices und Leasing an.

Ein BMW-Sprecher sagte, routinemäßig würden in solchen Fällen markenrechtliche Auswirkungen geprüft. BMW fühle sich in der Auswahl des Namens für sein Fuhrpark- und Flottenmanagement bestätigt.

BMW und Google sind in mancher Hinsicht Rivalen: Der Autobauer kaufte zusammen mit Audi und Daimler die Landkarten-Sparte von Nokia, die mit Google Maps konkurriert. Zudem testet der Internet-Konzern eigene selbstfahrende Elektroautos, die in Konkurrenz zu Fahrzeugen der traditionellen Autobranche stehen. (APA, 12.8.2015)

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