Credit Suisse vor Einigung mit US-Behörden

11. August 2015, 21:26
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Rekordstrafe könnte drohen

Zürich/Washington – Die Credit Suisse steht einem Bericht zufolge kurz vor einer Einigung mit den US-Behörden in einem Streit über alternative Handelsplattformen, den sogenannten Dark Pools. Die zweitgrößte Schweizer Bank könnte als Teil der Abmachung ein Rekordstrafen im oberen, zweistelligen Millionen-Dollar-Bereich drohen. Dies berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Verhandlungen würden mit der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft und der US-Börsenaufsicht SEC geführt.

Der Wirtschaftssender Fox Business News hatte Ende Juli berichtet, Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman bereite im Zusammenhang mit den Dark Pools eine Zivilklage gegen die Credit Suisse vor. Beide Parteien lehnten eine Stellungnahme ab. Die Behörden haben die Handelsplätze wegen ihrer mangelnden Transparenz seit einiger Zeit im Visier. Schneiderman hatte die britische Barclays im Vorjahr wegen deren Dark Pool verklagt. Die UBS legte im Jänner ein Verfahren mit der Zahlung von gut 14 Millionen Dollar (12,77 Millionen Euro) bei.

In Dark Pools müssen Käufer und Verkäufer ihre Orders nicht publik machen, bevor sie sich auf ein Geschäft verständigt haben. Genutzt werden die Plattformen vor allem von institutionellen Investoren, die große Aktienpakete unbemerkt kaufen oder verkaufen und so bessere Preise erzielen wollen. (APA, 11.8.2015)

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