Die große Hitze

Einserkastl11. August 2015, 17:27
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Nur dem verlassenen Parteigründer Stronach kann die Hitze nichts anhaben

Die große Hitze hat Österreich erfasst. Stadt und Land trocknen aus, nur noch die Politik treibt (seltsame) Blüten. Abgeordnete des Auflösungsteams Stronach verlassen oder wechseln über Nacht ihren Parlamentsklub, ohne rot zu werden. Und der sie akzeptierende ÖVP-Klubchef Reinhold "nicht von Sinnen" Lopatka nimmt der Politik ihre letzte Glaubwürdigkeit.

Nur dem verlassenen Parteigründer Stronach kann die Hitze nichts anhaben, er bleibt, wie er ist: wirr. Über die Abtrünnigen will er nichts sagen, er lässt das Volk nur wissen, dass er dem Söhnchen der Exklubobfrau eine Lederhose geschenkt habe. Allerhand.

Derweilen färben draußen, in der großen Hitze, die von der Stadt Wien grün angemalten Radwegkreuzungen (grün) ab, gibt sich die Grünen-Chefin im Sommergespräch ohne Ecke und Kante, wird über die Reform der Kur sinniert, will die Gesundheitsministerin Aids-Beratungsstellen auflösen.

Derweilen irren draußen, in der großen Hitze, Flüchtlinge auf Autobahnen herum, bevor sie in Containern und Zelten verwahrt werden. Derweilen versucht die Regierung, die Asylquartiererrichtung wieder in Bundeshand zu bekommen und so die (Ohn-)Macht der Länder zu kappen.

Fehlt halt ein Legationsrat Tuzzi, den die Regierung in Jörg Mauthes Roman Die große Hitze mit der Errettung Österreichs von den Dürrefolgen beauftragt. Denn diese Geschichte wenigstens geht gut aus. (Renate Graber, 11.8.2015)

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