Das beste Stück ... nachgefragt bei Clemens Berger

17. August 2015, 09:38
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Michael Hausenblas fragt den Schriftsteller Clemens Berger, warum dessen Sonnenbrille mehr ist als nur eine Sonnenbrille

"Für mich ist diese Sonnenbrille ein ganz besonderer Alltagsbegleiter. Das liegt daran, dass ich ein Sonnenkind bin. Ich liebe es, wenn die Sonne scheint, der Himmel blau ist und es 40 Grad hat. Schlechtes Wetter betrübt mich leicht. Also, wann immer gutes Wetter ist oder ich an einen Ort reise, an dem das Wetter besser ist, greif ich zu dieser Brille.

Wenn ich sie putze, weiß ich: Vor mir liegen gute Tage. Gekauft hab ich sie vor ein paar Jahren in New York, sie ist von Kenneth Cole und hat schon einiges mitgemacht. Ich mit ihr allerdings auch.

Dieses Jahr habe ich drei Monate in den USA verbracht, und als ich aus einem Hotel in Chicago auscheckte, konnte ich die Brille nicht mehr finden. Ich hab noch gut fünfmal das Zimmer wie ein Irrer auf den Kopf gestellt, sie aber nicht gefunden. Ich war verzweifelt. Als ich schließlich aufgab, drückte ich auf den Liftknopf in der Etage, in der mein Zimmer war, und da lag sie auf einem kleinen Tischchen vor der Aufzugstür." (Michael Hausenblas, Rondo, 17.8.2015)

2015 erschienen Clemens Bergers Bücher "Paul Beers Beweis" und "Das Streichelinstitut" als Taschenbuch.

  • Clemens Berger: "Wenn ich diese Brille putze, weiß ich: Vor mir liegen gute Tage."
    foto: nathan murrell

    Clemens Berger: "Wenn ich diese Brille putze, weiß ich: Vor mir liegen gute Tage."

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