E-Book-Anteil wächst im Buchmarkt – aber ohne zusätzliche Dynamik

11. August 2015, 14:20
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Derzeit bei 5,6 Prozent – 88 Prozent der deutschen Kinder lesen nur auf Papier

E-Books finden in Deutschland immer mehr Käufer – aber die Wachstumsdynamik stagniert. Im ersten Halbjahr 2015 stieg der Umsatzanteil der E-Books etwa ähnlich stark wie im Vorjahreszeitraum um rund 13 Prozent, so der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Dienstag. Digitale Bücher kommen damit auf einen Anteil von 5,6 Prozent am Publikumsmarkt (ohne Schul- und Fachbücher; 2014: 4,3 Prozent).

4,2 Prozent der Bevölkerung ab zehn Jahren (2,9 Millionen Menschen) haben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres ein E-Book erstanden. Im Vorjahreszeitraum waren es 2,7 Millionen Menschen gewesen. Die Zahlen, die der Börsenverein zusammen mit GfK Entertainment ermittelt, sind repräsentativ.

Kinder greifen öfter zu E-Books

Kinder dürften laut einer anderen Studie etwas öfter zu E-Books greifen. Allerdings nimmt die überwiegende Mehrheit vion ihnen nach wie vor Papier in der Hand. 88 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen in Deutschland lesen demnach keine elektronischen Bücher, wie aus der KidsVerbraucherAnalyse hervorgeht, die der Egmont Ehapa Media Verlag ebenfalls am Dienstag in Berlin vorstellte. Im Vergleich zur Erhebung aus 2014 nahm der Anteil derer, die nur auf Papier lesen, sogar um einen Prozentpunkt zu.

Wenn es mit dem Lesen losgehe, wollen Eltern lieber, dass ihre Kinder ein Buch zum Anfassen hätten, sagte Ralf Bauer, Leiter Markt- und Mediaforschung beim Verlag. Auch Zeitschriften stehen demnach hoch im Kurs. 89 Prozent gaben an, sie meist komplett durchzublättern. Dass sie dabei etwas lernen können, sagten 82 Prozent.

Jedes fünfte Kind zwischen sechs und 13 Jahren hat demnach bereits einen eigenen Computer oder Laptop

Der Weg in die digitale Welt steht ihnen allerdings offen: Jedes fünfte Kind zwischen sechs und 13 Jahren hat demnach bereits einen eigenen Computer oder Laptop. Weitere sieben Prozent besitzen sogar schon ein eigenes Tablet. Die Mehrheit der Befragten teilt sich solche Geräte allerdings mit anderen – etwa mit den Eltern. ür die Analyse führten die Forscher den Angaben zufolge 2.494 Doppelinterviews mit Kindern und einem Elternteil. (APA, 11.8. 2015)

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    foto: apa
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