Jihadisten griffen Stadt Marea in Nordsyrien an

11. August 2015, 11:40
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25 Rebellen und acht IS-Kämpfer laut Aktivisten getötet

Aleppo – Die Jihadistenorganisation "Islamischer Staat" (IS) hat laut einer Aktivistengruppe eine von Rebellen gehaltene Stadt in Nordsyrien angegriffen und 25 Aufständische getötet. Eine Einheit von IS-Kämpfern sei in die Stadt Marea in der Provinz Aleppo eingedrungen und habe "Sprengsätze geworfen und auf Zivilisten gezielt", erklärte das örtliche oppositionelle Reporternetzwerk Shahba am Dienstag.

Rebellen hätten die Angreifer eingekreist, woraufhin sich mehrere von ihnen in die Luft gesprengt hätten, schrieb Shahba-Direktor Mamun al-Khatib im Netzwerk Facebook. Nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden 25 syrische Rebellen sowie acht IS-Kämpfer getötet, darunter vier Selbstmordattentäter. Die Gruppe bezieht ihre Informationen aus einem Netzwerk von Ärzten und Aktivisten vor Ort. Wegen der unübersichtlichen Lage in dem Bürgerkriegsland sind die Angaben der in Großbritannien ansässigen Beobachtungsstelle von unabhängiger Seite kaum überprüfbar.

Die Rebellen kämpfen in Syrien mittlerweile sowohl gegen die Truppen des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad als auch gegen den IS. Die Jihadistenmiliz versuchte bereits mehrfach, Marea einzunehmen. Die Stadt liegt strategisch günstig auf dem Weg zur Grenze zur Türkei. (APA, 11.8.2015)

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