Bawag verkauft die Malta-Bank

11. August 2015, 08:15
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Die Bawag ist dabei, mit ihren Beteiligungen aufzuräumen – Lotterien-Anteil seit Anfang August abgestoßen

Wien – Die Bawag ist dabei, mit ihren Beteiligungen aufzuräumen. Am Dienstag wurde im Halbjahresbericht der bevorstehende Verkauf der 2003 gegründeten Tochtergesellschaft in Malta, der Bawag Malta Bank, verlautbart. Eine entsprechende Vereinbarung sei abgeschlossen worden.

Käufer ist die kanadische Investment- und Handelsfirma MFC, sagte der Bawag-Vorstand in Wien. MFC mit Sitz in Vancouver und New York hat im Jahr 2014 der Raiffeisen Bank International (RBI) bereits das Handelshaus Elsner Trading abgekauft.

Am 22. Juli hat die US-fondsdominierte österreichische Bank ihren Hälfteanteil an der Bawag Allianz Vorsorgekasse an Allianz Österreich verkauft. Schon im ersten Quartal 2015 wurde die Fondsgesellschaft Bawag P.S.K. Invest abgegeben, Käufer der Gesellschaft war der französische Vermögensverwalter Amundi.

Erst vor ein paar Tagen über die Bühne gegangen ist der Verkauf des Lotto-Anteils an den Glücksspielkonzern Novomatic: Das Closing des Verkaufs der (indirekt gehaltenen) Anteile von 2,18 Prozent an den österreichischen Lotterien fand nach Angaben der Bank am 4. August statt.

Strukturbereinigung

Bankchef Byron Haynes bereinigt die Struktur um nicht zum Kerngeschäft gehörende Teile. Im Halbjahresbericht schreibt Haynes, die Bank sei ihrem Ziel, "eine der ertragsstärksten, effizientesten und am besten kapitalisierten Banken Europas" zu werden, weiter nähergekommen.

Für das erste Halbjahr 2015 meldete die Bawag heute einen um 29 Prozent höheren Nettogewinn von 226 Millionen Euro. Das sei ein neuer Rekordwert. Im Gesamtjahr werde erwartet, die selbstgesteckten Ziele zu übertreffen. Die operativen Aufwendungen sanken um acht Prozent. Der Nettozinsertrag legte zu. Die Kreditwertberichtigungen und Vorsorgen für faule Kredite gingen im Halbjahr um 14,6 Millionen Euro beziehungsweise 38,9 Prozent auf 22,9 Millionen Euro zurück. Im ersten Halbjahr seien keine außerplanmäßigen Abschreibungen angefallen. (APA, 11.8.2015)

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    foto: reuters/heinz-peter bader
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