Umweltbehörde setzt Millionen Liter Abwasser einer US-Goldmine frei

Ansichtssache10. August 2015, 13:50
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Denver (Colorado) – Nach einem Unfall in einer Goldmine im US-Bundesstaat Colorado wird eine Umweltkatastrophe befürchtet. Ausgerechnet ein Team der US-Umweltschutzagentur EPA hatte in der Vorwoche einen Damm beschädigt, der die Abwässer zurückhalten sollte. Als Folge davon dürften seit Mittwoch rund eine Million Gallonen (3,79 Million Liter) Abwasser in den Animas River gelangt sein.

Der sonst glasklare Fluss verfärbte sich gelb-braun und wurde trüb. Laut "Durango Herald" hat die EPA bereits Tests durchgeführt: Demnach soll das Wasser im Animas River "Spuren von Kadmium, Blei, Aluminium, Kupfer und Arsen" enthalten.

Die Trinkwasserversorgung ist daher nicht mehr sicher. Das County La Plata mit der bekannten Stadt Durango hat den Notstand ausgerufen. Die Trinkwasserpumpen wurden abgedreht.

Unfall bei Grabungsarbeiten

Die EPA hatte an der stillgelegten Gold King Mine Lecks untersucht. Bei Grabungsarbeiten brach eine Sperre. Laut "Denver Post" gelangten dadurch pro Minute mehr als 1.500 Liter Abwässer in den Animas River.

Auch New Mexico bedroht

Experten der EPA sind noch nicht sicher, wie groß die Umweltgefahr tatsächlich ist. Gefahr droht auch angrenzenden Regionen New Mexicos. Betroffen könnte in weiterer Folge auch der Grand Canyon sein. (july, APA, 10.8.2015)

foto: reuters/colorado parks and wildlife department
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foto: ap/alexa rogals/the daily times
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